Logo REGP AnmeldungFahrtenberichteTermineFahrtenkundeREGP GalerieImpressum


Zurück zur übersicht.

Kirchentag 2011 - ...da wird auch dein Herz sein

kitafoto.jpg
Dresden, 01.06.2011 - 05.06.2011

Sonntag

Philine Dierking , 07.06.2011 16:08
Sonntag, 05.06.11 Mitten in der Nacht mussten auch die, die überhaupt ins Bett gegangen sind, aufstehen, ihre Taschen packen und die Klassenzimmer wieder in schulfähigen Zustand bringen. Das Quartierteam hatte das Frühstück für ab 4.30 Uhr vorbereitet und ließ eine Stunde Zeit, um sich für den letzten Tag in Dresden zu stärken. Nachdem die Zimmer abgenommen waren, wurden alle in zwei großen Gruppen zur S-Bahn geschickt, die extra für den Ring gemietet waren. Um 5.44 Uhr fuhr die erste und als die vielen Pfadis und ihr vieles Gepäck endlich einigermaßen sicher verstaut waren, war es so eng, dass ein Umfallen kaum noch möglich war. Die Glücklichen, die einen Sitzplatz bekommen hatten, nutzten die zehn Minuten Fahrt, um noch ein wenig Schlaf zu bekommen. Am Bahnhof Mitte angekommen ging es dann weiter zu einem knapp einen Kilometer langen Fußmarsch durch das verschlafende Dresden ans Elbufer. Dort wurde das Gepäck in Busschlagen unter einen Brückenbogen gelegt und alle Helfer von Jan-Philipp ihren heutigen Aufgaben zu geteilt. Eine große Gruppe sollte unter der Leitung von Julian aus Ascheberg die erwarteten 600 Busse einparken. Dafür gab es extra angefertigte Straßenpläne und kleine Karten auf denen der Parkplatz des Busses eingezeichnet war, die jeder Busgast beim Aussteigen in die Hand gedrückt bekam. Und während die Pfadis noch in orangenen Warnwesten die neuen Besucher in Empfang nahmen, stömten diese in Richtung Elbe. Dort war auf der Neustadtseite die Bühne für den Abschlussgottesdienst aufgebaut. Auf beiden Seiten des Flusses gab es zusätzlich noch große Leinwände auf denen der ganz Gottesdienst, sowie das Vor- und Nachprogramm live übertragen würden. Vor dem Gottesdienst verteilten die Pfadis, die später beim Austeilen des Abendmahls helfen sollten, Programmhefte und anderen machten Brückenwache. Alle die, die Möglichkeit hatten, flüchteten in den Schatten, weil die Sonne schon den ganzen Morgen unerbittlich schien. Um 10.00 Uhr begann dann der eineinhalbstündige Gottesdienst. Zwischen der Carola- und der Augustusbrücke waren 14 Tische aufgebaut, von denen aus die Pfadfinder und einige wenige anderen Helfer erst die Kollekte einsammelten und anschließend das Abendmahl an alle die wollten austeilten. Einer lief mit einem Birkenzweig vorweg, damit man sie unter den vielen Menschen sehen könnte. Ihm folgten einer mit Oblaten, einer mit Kelch und einer mit Wein zum Nachschenken. Von der Bühne aus wurden dann alle zum 34. evangelischen Kirchentag nach Hamburg eingeladen. Während dessen ruderten etwa 20 Boote die Elbe hinab. 16 Pfadis waren auf vier Ruderboote aufgeteilt und fuhren winkend an den Menschen vorbei. Nach einem letzten gemeinsamen Lied halfen die Pfadfinder noch auf räumen und machten sich dann in kleinen Gruppen auf dem Weg zurück zum Gepäck. Dort wartete man bis alle von ihren Posten zurückgekamen. Im Abschlusskreis wurde das Engargement der Grünhemden vom Kirchentag gelobt und Ulli nannte die vielleicht etwas tollkühne Hoffnung, in Hamburg in zwei Jahren mit 1000 Helfern zu kommen. Ein gemeinsames Lied, Vater Unser, Segen und Allzeit bereit. Bevor es zum Abschied kam, gab es erst noch ein großes Drengeln um T-Shirts, Abzeichen und Lunch-Pakete. Nachdem dann auch der letzte Rucksack seinen Weg in den Bus gefunden hat und jedem mit viel Umarmungen und einigen Tränen Tschüss gesagt war, machten sich die Busse einer nach dem anderen auf ihren langen Heimweg. Und typisch für die Heimfahrt von Kirchentagen herrschte innerhalb weniger Minuten einen schlafende Stille. Wo von geträumt wurde? Vielleicht vom Kirchentag 2013 in Hamburg!
1307455732-0-0.jpg1307455732-1-0.jpg1307455732-2-0.jpg1307455732-3-0.jpg
1307455732-4-0.jpg1307455732-5-0.jpg1307455732-6-0.jpg1307455732-7-0.jpg
1307455732-8-0.jpg1307455732-9-0.jpg1307455732-10-0.jpg1307455732-11-0.jpg
1307455732-12-0.jpg1307455732-13-0.jpg1307455732-14-0.jpg1307455732-15-0.jpg
1307455732-16-0.jpg1307455732-17-0.jpg1307455732-18-0.jpg1307455732-19-0.jpg
1307455732-20-0.jpg1307455732-21-0.jpg1307455732-22-0.jpg1307455732-23-0.jpg
1307455732-24-0.jpg1307455732-25-0.jpg1307455732-26-0.jpg1307455732-27-0.jpg
1307455732-28-0.jpg1307455732-29-0.jpg1307455732-30-0.jpg1307455732-31-0.jpg
1307455732-32-0.jpg1307455732-33-0.jpg1307455732-34-0.jpg1307455732-35-0.jpg
1307455732-36-0.jpg1307455732-37-0.jpg1307455732-38-0.jpg1307455732-39-0.jpg
1307455732-40-0.jpg1307455732-41-0.jpg1307455732-42-0.jpg1307455732-43-0.jpg
1307455732-44-0.jpg1307455732-45-0.jpg1307455732-46-0.jpg1307455732-47-0.jpg
1307455732-48-0.jpg   

Samstag

Philine Dierking , 07.06.2011 15:37
Samstag, 04.06.11 Der eigentlich dritte „normale“ Tag auf dem Kirchentag war für einige Pfadfinder gar nicht so normal. Die erste große Begegnung hatten einige Pfadfinder auf dem Messegelände Flutrinne. Innenminister Hans-Peter Friedrich machte gerne ein Foto mit den Grünhemden. Während dessen wurde in der Messehalle 1 bereits schon Frau Dr. Angela Merkel erwartet. Bis 11.00 Uhr machte Eckart von Hirschhausen eine Bibelarbeit mit viel Witz und Psychologie. Nach seinem Auftritt hatten acht Pfadis noch das Glück mit dem sympathischen Kabarettisten ein Bild zu machen. Am anderen Ende hatte inzwischen die Bundeskanzlerin die Halle betreten. Sieben Helfer waren eingeteilt, um die Presse zurück zu halten. Frau Merkels Pressesprecher Steffen Seibert fand es aber viel schöner, wenn es ein Foto mit den Grünhemden gebe. Es sei dann mehr Farbe auf dem Bild. Obwohl das bei dem passend zu Kirchentag pinken Blazer der Kanzlerin eigentlich nicht mehr nötig wäre, waren die sieben natürlich begeistert. Tatsächlich war es sogar Merkel selbst, die den Schritt auf die Jugendlichen zu machte und jedem mit Handschlag für ihr Engagement dankte. Zehn andere Pfadfinder, davon fünf vom REGP, hatten die Aufgabe die Bühne zu bewachen. Während der zweistündigen Veranstaltung mussten sie grade sitzen, sich so wenig wie möglich bewegen und lächeln. Jessie Vogel aus Ascheberg meinte an Ende: „Es war sehr anstrengend. Man musste sich die ganze Zeit über konzentrieren. Und ich habe Rückenschmerzen.“ Anne-Sophie Wohlenberg und Gesche Hansen aus Sterup stimmten ihr zu: „Man hat sich die ganze Zeit unter Beobachtung gefühlt.“ Aber sie würden es trotzdem immer wieder machen. Während die Pfadfinder vor der Bühne ihren Job taten, unterhielt sich auf der Bühne die Bundeskanzlerin mit dem ehemaligen Ghanaischen Präsidenten John A. Kufuor über Themen wie Flüchtlingspolitik und Atomkraft. Sie antworteten auch auf Publikumsfragen. Nach zwei Stunden verließ Merkel dann doch eher zügig die Halle. Draußen warteten schon drei Mädchen auf sie: Lea Carstensen und Tami Rüding aus Sterup und Bente Hinske aus Ascheberg. Tami fragte: „Frau Doktor Merkel, mögen sie uns eine Unterschrift geben?“ „Ja, natürlich“, antwortete sie und unterschrieb auf Bentes Helfer Tuch. Kaum hatte Merkel den Stift zurückgegeben, war sie auch schon mit ihren Begleitern weggefahren. Zurück blieben drei freudestrahlende Pfadfinderinnen. Wieder zurück in der Halle waren sie ein beliebtes Motiv der Fotografen. Aber damit war das Abendteuer für Tami und Lea noch nicht vorbei. Sie konnten noch ein Foto mit Kufuor machen. „Er war richtig kräftig, aber sehr nett“, meinten beide. Nachdem dann alle Prominenten aus der Halle verschwunden sind, räumen die Pfadfinder noch schnell auf und machen sich dann auf den Weg zu weiteren Helfereinsätzen. Später um 18.00 Uhr waren einige Henstedter Pfadfinder selbst diejenigen, die auf der Bühne standen. Im Hamburger Pavillon am Neustädter Markt, der die Besucher zum 34. evangelischen Kirchentag 2013 nach Hamburg einlädt, hielten Anna, Michi und Martin eine kleine Andacht ab. Neben dem theologischen Aspekt wollten die drei bei einem Anspiel über zwei typisch Norddeutsche Jungs beim Angeln zeigen, wie man durch Pfadfinderarbeit Kinder und Jugendliche in die Kirche integrieren kann. Genau wie die wichtigen Prominenten am Morgen bekamen die drei Grünhemden am Ende einen herzlichen Applaus. Neben diesen Sondereinsätzen gab es natürlich die große Masse der Pfadis, die ihren Dienst an ihren Einsatzorten macht. Einer davon war für etwa 50 Helfern aus 3 Stämmen ist das Verpflegungzelt. Unter der Leitung von den Ordnungsdienst-Chefs Max und Markus aus Henstedt kümmern sie sich abends um die Essensausgabe, machten Einlasskontrollen am Eingang, nahmen Leergut entgegen, regeln die Geschirrrücknahme und sorgen für Sauberkeit auf den Tischen. Der REGP ist dieses Jahr das zweite Mal in der Helferverpflegung eingesetzt. In München gab es aber mehrere Anlaufstellen für Essen und Lunchpakete. In Dresden gibt es nur diesen einen Ort. „Das ist eigentlich ganz cool. Fast alle kommen hierher zum Essen. Und so sieht man jeden Tag ziehmlich viele von uns“, meinte Markus. Außerdem erzählte er: „Ich habe vor Jahren Baptistische Pfadfinder aus Neu Anspach kennen gelernt. Wir treffen uns immer nur auf den Kirchentagen. Und wenn ich jetzt hier arbeite seh ich sie jeden Tag!“ Für die beiden Helferinnen Anna und Gotje aus Henstedt ist das besondere an ihrem Einsatzort, dass man so viele Menschen treffe, von ganz unfreundlich bis super lieb! Eine kleine taffe Gruppe aus 18 Personen aus 2 Stämmen ist unter der Leitung von Finn und Kai aus Harrislee für die Verkehrslenkung am ZOB zuständig. Morgens treffen sie sich um 08.15 Uhr und beginnen ankommende Busse einzuweisen, die von Quartieren außerhalb von Dresden Besucher bringen. Sie weisen den Leuten den Weg und sorgen dafür, dass sie unbeschadet auf die andere Straßenseite kommen. Abends läuft das ganze dann in die andere Richtung ab: Besucher werden zu ihren Bussen gebracht und diese anschließend ausgeparkt. Tagsüber wird von einer kleinen Gruppe der Platz von Autos freigehalten. Weil das die Pfadfinder aber nicht wirklich auslastet, verteilen sie nebenbei noch die Kirchentagszeitung. Ein besonderes Erlebnis hatte Leo aus Harrislee am Morgen. Er stand unter einer Brücke und versuchte die Besucher in die richtige Richtung zu lenken. Ein Gospelchor blieb stehen und begann spontan nur für ihn zu singen. „Teilweise war das echt gut. Manchmal war die Singbeteiligung etwas niedrig“, kommentiert Leo unbeeindruckt. Aber unter Brücke sein der Klang besonders gut gewesen. Eine ähnliche Aufgabe haben die Verkehrslenker am Bahnhof Mitte. Die 30 Helfer aus drei Stämmen unter der Leitung von Marvin und Birger aus Ascheberg kümmern sich morgens ab 7.30 Uhr um die Besucherlenkung über eine Kreuzung. Da sei die Ampelphase sehr ungünstig. Außerdem verteilen sie die Kirchentagszeitung und weisen wie üblich den Weg zur Toilette. Zwischen 12.00 und 20.00 Uhr haben die Pfadfinder dann Freizeit. Abends wird es dann etwas komplizierter. Wenn die Veranstaltungen zu Ende gehen, sammeln sich große Menschenmassen am Bahnhof. Falk aus Ascheberg erklärt sehr kompetent: „Um Überlastungsspitzen am Bahnhofsgleis zu vermeiden, werden die Besucher vorher in sieben Gruppen je nach Endbahnhof auf geteilt. Wenn der Zug dann auf dem Gleis ankommt bringt einer von den Helfern die Gruppe nach oben.“ Unterstützt werden die Pfadfinder von der Bahnhofsmission und der Polizei. Das Büro, der Aufbewahrungsort für die Schilder sind die Katakomben unter dem Bahnhof. „Immerhin ist es hier schön kühl“, meint Dennis aus Ascheberg. Christine und Tessa aus Angeln Süd gefällt die Stimmung. Es gebe zwar auch immer wieder Menschen, die meckern. Aber dann gebe es auch die, die einfach anfangen zu singen und zu tanzen. Trotz all der Heiterkeit arbeiten die Pfadfinder dort verantwortungsbewusst bis sichergestellt ist, dass alle Gäste sicher nach Hause gekommen sind. Und so blieben sie wie fast alle anderen noch lange an ihrem Einsatzort. An den Bühnen und in den Zelten wurde nach Abschluss des Programms noch aufgeräumt, abgebaut und sauber gemacht. Erst sehr spät legten sich die meisten für die wenigen Stunden schlaf bis zum Morgen hin.
1307540247-0-0.jpg1307540247-1-0.jpg1307540247-2-0.jpg1307540247-3-0.jpg
1307540247-4-0.jpg1307540247-5-0.jpg1307540247-6-0.jpg1307540247-7-0.jpg
1307540247-8-0.jpg1307540247-9-0.jpg1307540247-10-0.jpg1307540247-11-0.jpg
1307540247-12-0.jpg1307540247-13-0.jpg1307540247-14-0.jpg1307540247-15-0.jpg
1307540247-16-0.jpg1307540247-17-0.jpg1307540247-18-0.jpg1307540247-19-0.jpg
1307540247-20-0.jpg1307540247-21-0.jpg1307540247-22-0.jpg1307540247-23-0.jpg
1307540247-24-0.jpg1307540247-25-0.jpg1307540247-26-0.jpg1307540247-27-0.jpg
1307540247-28-0.jpg1307540247-29-0.jpg1307540247-30-0.jpg1307540247-31-0.jpg
1307540247-32-0.jpg1307540247-33-0.jpg1307540247-34-0.jpg1307540247-35-0.jpg
1307540247-36-0.jpg1307540247-37-0.jpg1307540247-38-0.jpg1307540247-39-0.jpg
1307540247-40-0.jpg1307540247-41-0.jpg1307540247-42-0.jpg1307540247-43-0.jpg
1307540247-44-0.jpg1307540247-45-0.jpg1307540247-46-0.jpg1307540247-47-0.jpg
    

Freitag

Philine Dierking, 04.06.2011 20:00
Freitag, 03.02.11
Diejenigen, die an ihren Einsatzorten die erste Schicht hatten, fuhren schon mit der S-Bahn als die meisten der Spätschicht schon schliefen. Der dritte Programmtag und der Zweite mit Bibelarbeiten und Vergleichbarem auf Bühnen und an Messeständen.
Eine große Gruppe vom Ring ist beim Kinderzentrum am Deutschen Hygienemuseum eingesetzt. Das Gebiet teilt sich in 4 Bereiche auf, die betreut werden müssen: Das Museum, die Wiese vor, die Wiese neben und die Wiese am Hygiene Museum. Da den Überblick zu behalten ist gar nicht so einfach. Auf den Wiesen sind ein Bibeldorf, eine Open Air Bühne und ein Soccerplatz. Die fünf Hallenleiter Phillip, Andreas, Daniel, Nils und Oliver kommen genauso wie die Ordnungsdienst-Chefs Jan Erik und Liv aus Grube. Da sie sich alle schon lange kennen, wirkt es, auch wenn es permanent hektisch ist, nie kritisch oder unkontrolliert. Probleme wie ein ständig stecken bleibender Fahrstuhl werden nebenbei besprochen und gelöst. 130 Helfer aus 10 Stämmen im Ring und sieben Dresdener übernehmen die typischen Aufgaben: Sie regeln den Verkehr zwischen Autos und Fußgänger, bewachen Ausgänge und helfen bei Fragen. Zur allgemeinen Überraschung wurde einigen Ausstellern vom Kirchentag Hilfe durch die Pfadfinder versprochen. Deshalb führen sie zum Beispiel Besucher über einen Tastpfad, bei dem man mit verbundenen Augen über verschiedene Dinge wie Federn oder Steine geleitet wird und diese erkennen soll. Besonders brisant ist auch, dass der Andrang für Veranstaltungen für Erwachsene über Kinder so groß ist, dass regelmäßig die Säle überfüllt sind und enttäuschte Besucher wieder weiter geschickt werden müssen.
Heute fand auf der Open Air Bühne auf der Wiese neben dem Museum ein Kindergottesdienst statt. 20 Pfadis sprangen spontan ein und halfen das Abendmahl aus Brot und einer Weintraube an alle Kinder und Eltern zu verteilen. Und lächelnd zeigten sie anschließend noch zwei Mädels den Pfadfindergruß.
Ein kleinerer Veranstaltungsort, der aber oft großen Ansturm hat, ist die Versöhnungskirche. Obwohl die Kirche etwas außerhalb liegt, stehen die Menschen regelmäßig Schlange. Mathias und Birgit aus Kropp und die Ordnungsdienst-Chefs Matthias aus Engelsby und Arne aus Schleswig kümmern sich mit den 30 Helfern aus 4 Stämmen um die Kirche, den Gemeindesaal und den Innenhof. Die Helfer erklärten, sie hätten die gleichen Aufgaben, wie die anderen auch: Karten kontrollieren, Stühle umräumen, Notausgänge bewachen und den Weg zur Toilette zeigen. Dazu komme nur noch der besondere Auftrag, dass keine Fahrräder auf dem Innenhofparken dürfen. Während sie das erzählten, näherte sich auch prompt eine Person mit Fahrrad. Gleich sprang eine Helferin auf, aber der Mann ging von selbst bevor sie auch nur in seiner Nähe war. Inzwischen hat sich eine Stunde vor Beginn eines Kabaretts eine lange Schlange mit 300 Menschen auf der Straße gebildet. Aber Mathias beruhigt, dass zwar nur etwa 360 Personen in den Gemeindesaal passen, dass er aber die Erfahrung gemacht habe, dass viele eher deutlich früher kommen anstelle von pünktlich. Und tatsächlich passten letzten Endes alle in den Raum.
Ein besonderes Ereignis passierte im Zwinger. Der Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard wollte den Ringpfadfindern einen Besuch abstatten. Also wurden alle verfügbaren Helfer von den Einsatzpositionen im Zwinger zusammen gezogen und viele weiter aus anderen Schichten von anderen Einsatzorten kamen ebenfalls gerne dazu. Nach gefühlten 100 Fotos in der glühenden Sonne, erkundigte sich Magaard nach Erfahrungen und nach Wünschen für den nächsten Kirchentag 2013 in Hamburg. Der krönende Abschluss war, dass allen Pfadfindern ein Eis ausgegeben wurde. Danach wechselte die Schicht und vom Zwinger aus verstreuten sich die Grünhemden in alle Himmelsrichtungen.
Ebenfalls hohen Besuch gab es in der Verpflegungshalle. Innenminister Hans-Peter Friedrich kam zum Essen vorbei. Aber Ordnungsdienstchef Markus meinte, er habe genau das gleiche gegessen und keine Extrabehandlung bekommen.
Zu unterschiedlichen Zeiten kamen die Helfer abends nach Hause. So genauso unterschiedlich gingen sie auch in Bett. Während einige noch bis tief in die Nacht Karten spielten, nahmen sich andere ihren wohlverdienten Schönheitsschlaf.
1307234743-0-0.jpg1307234743-1-0.jpg1307234743-2-0.jpg1307234743-3-0.jpg
1307234743-4-0.jpg1307234743-5-0.jpg1307234743-6-0.jpg1307234743-7-0.jpg
1307234743-8-0.jpg1307234743-9-0.jpg1307234743-10-0.jpg1307234743-11-0.jpg
1307234743-12-0.jpg1307234743-13-0.jpg1307234743-14-0.jpg1307234743-15-0.jpg
1307234743-16-0.jpg1307234743-17-0.jpg1307234743-18-0.jpg1307234743-19-0.jpg
1307234743-20-0.jpg1307234743-21-0.jpg1307234743-22-0.jpg1307234743-23-0.jpg
1307234743-24-0.jpg1307234743-25-0.jpg1307234743-26-0.jpg1307234743-27-0.jpg
1307234743-28-0.jpg1307234743-29-0.jpg1307234743-30-0.jpg1307234743-31-0.jpg
1307234743-32-0.jpg1307234743-33-0.jpg1307234743-34-0.jpg1307234743-35-0.jpg
1307234743-36-0.jpg1307234743-37-0.jpg1307234743-38-0.jpg1307234743-39-0.jpg
1307234743-40-0.jpg1307234743-41-0.jpg1307234743-42-0.jpg1307234743-43-0.jpg
1307234743-44-0.jpg1307234743-45-0.jpg1307234743-46-0.jpg1307234743-47-0.jpg
1307234743-48-0.jpg1307234743-49-0.jpg1307234743-50-0.jpg1307234743-51-0.jpg
1307234743-52-0.jpg1307234743-53-0.jpg1307234743-54-0.jpg1307234743-55-0.jpg
1307234743-56-0.jpg1307234743-57-0.jpg1307234743-58-0.jpg1307234743-59-0.jpg
1307234743-60-0.jpg1307234743-61-0.jpg1307234743-62-0.jpg1307234743-63-0.jpg
1307234743-64-0.jpg1307234743-65-0.jpg1307234743-66-0.jpg1307234743-67-0.jpg
1307234743-68-0.jpg1307234743-69-0.jpg1307234743-70-0.jpg1307234743-71-0.jpg
1307234743-72-0.jpg   

Donnerstag

Philine Dierking , 03.06.2011 12:30


Donnerstag, 02.06.2011
Am Donnerstag, Freitag und Samstag sind die „normalen“ Tage auf dem Kirchentag. An den Messeständen und auf den Bühnen läuft Programm. Reden, Bibelarbeiten, Podiumsdiskussionen, Theaterstücke, Info-Veranstaltungen, Bandauftritte,… Während dieser drei Tage erleben die Pfadis die Routine des Kirchentages. Sie bewachen Notausgänge, Sperren überfüllte Hallen, Beantworten Fragen zu Programm und Stadt, Umsorgen die Darsteller und vieles mehr. Da der REGP an vielen Positionen eingesetzt ist, werden die nächsten drei Berichte immer einzelne Bereiche beleuchten.
Ein Bereich, den es auf jedem Kirchentag gibt, ist der Markt der Möglichkeiten. In Dresden ist er in drei Teile aufgeteilt. Die Messezelte im Marktbereich Flutrinne werden von Pfadfindern aus 12 Stämmen in Schleswig-Holstein betreut. Auch die Hallenleitung sind Pfadfinder: Ulli aus Krummesse, Christin aus Kirchbarkau und Frederike und Tobi aus Bokhorst. Wenn es Probleme gibt, kommen die Aussteller zu ihnen. Die vier unterstützen die Standbesitzer bei allem, was anfällt. So kümmern sie sich beispielsweise um Dielen, die widerspenstig aus dem Boden ragen und böse Stolperfallen bilden. Die Hallenleitung hat ständigen Kontakt zur Kirchentagsleitung und übermittelt die Anweisungen an die beiden Ordnungsdienst-Chefs Paddy aus Sterup und Caro aus Grube weiter. Die beiden haben die Verantwortung für rund 150 Helfer, die in zwei Schichten an den Eingängen die Eintrittskarten kontrollieren, auf dem Platz nach sehen, wer eine Genehmigung für das Austeilen von Flyern hat, sich um die Müllinseln kümmern, Autos aufhalten auf das Gelände zu fahren und natürlich - immer mit einem Lächeln die Frage beantworten: „Wo ist denn hier die nächste Toilette?“ Auch wenn die Arbeit teilweise eintönig ist, herrscht eine lockere und gute Stimmung unter den Helfern. Man macht Scherze und unterhält sich mit Besuchern über Gott und die Welt. Und jeder weiß, dass seine Aufgabe vielleicht langweilig, aber wichtig für das gesamte Gelingen ist.
Ein anderer Einsatzort ist die Bühne im Zwinger. Dazu gehören auch die Pavillons auf dem Theaterplatz davor. Die vier Hallenleiter sind Pepe und Hannes aus Grube, David aus Kirchbarkau und Hendrik aus Wellingdorf. Ihnen zur Seite stehen die beiden Ordnungsdienst-Chefs Nils und Marvin aus Kirchbarkau und etwa 80 Helfer aus 5 Gemeinden. Die Arbeit hier ist ein wenig anders. An den Ein- und Ausgängen müssen die hinein- und herausgehenden Besucher mit Handzählern festgehalten werden, damit der Bereich bei Überfüllung rechtzeitig gesperrt werden kann. Da der Zwinger zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, ist es verboten, die Rasenflächen zu betreten. So freundlich wie möglich müssen die Pfadfinder tobende Kinder und faulenzende Sonnenanbeter von den Grünflächen verweisen. „Ich finde, es ist der schönste Einsatzort. Die Kulisse ist einfach malerisch!“, schwärmt David. Besonders auch abends lohnt sich ein Besuch. Dann ist die Bühne und der Bereich im Hintergrund mit farbigen Strahler angeleuchtet und wirkt wie aus einem Märchen.
Gestern Abend haben viele Pfadis ihre Freizeit genutzt und sind zu dem Wise Guys Konzert ins Rudolf-Harbig-Stadion gegangen. Da dort für alle zu wenig Platz war, wurde außerdem auch noch eine große Leinwand zum Public Viewing aufgebaut. Das Konzert sein wie in den letzten Jahren großartig und die Stimmung fantastisch gewesen, hörte man danach in den Straßenbahnen aus allen Richtungen. Ein schöner, langer Tag ging langsam dem Ende zu. In der Schule angekommen, trafen sich einige noch mit den neuen und alten Freunden, die meisten aber krochen müde in ihre Schlafsäcke.
1307097003-0-0.jpg1307097003-1-0.jpg1307097003-2-0.jpg1307097003-3-0.jpg
1307097003-4-0.jpg1307097003-5-0.jpg1307097003-6-0.jpg1307097003-7-0.jpg
1307097003-8-0.jpg1307097003-9-0.jpg1307097003-10-0.jpg1307097003-11-0.jpg
1307097003-12-0.jpg1307097003-13-0.jpg1307097003-14-0.jpg1307097003-15-0.jpg
1307097003-16-0.jpg1307097003-17-0.jpg1307097003-18-0.jpg1307097003-19-0.jpg
1307097003-20-0.jpg1307097003-21-0.jpg1307097003-22-0.jpg1307097003-23-0.jpg
1307097003-24-0.jpg1307097003-25-0.jpg  

Abend der Begegnung

Philine Dierking, 02.06.2011 15:30
Mittwoch, 1. Juni 2011: Abend der Begegnung
Die ganze Nacht über hatte es immer wieder geregnet und gewittert. Müde von der ersten Übernachtung auf dem harten Boden der Klassenzimmer, versammelte man sich nach dem Frühstück auf dem Schulhof. Auch wenn der Himmel immer noch regnerisch-grau war, hatte es doch immerhin für die Zeit der Ansagen aufgehört zu nieseln. Nach einem gemeinsamen Lied erklärte Jan Philipp die grundlegenden Regeln für den Kirchentag. Anschließend begrüßte Andrea noch mal im Namen des Quartierteams alle und die Pfadfinder erhielten einige wichtige Hinweise für das Verhalten in der Schule. Am Ende kam die Zuweisung zu den Ordnungsdienst-Chefs, die bereits im 07.00 Uhr von Jan Philipp und Pumukel eingewiesen worden waren.
Nachdem die Einsatzorte erklärt waren, wurden Abfahrtszeiten abgesprochen. Besondere Herausforderungen erwarteten vor allem die Verkehrslenker. Besonders Anwohner wollten sich nicht damit abfinden, dass sie nicht durch die Straßensperren zu ihren Wohnungen fahren durften. Nicht alle zeigten Verständnis und mussten teilweise von der Polizei zur Vernunft gebracht werden. Zum Glück waren diese Zwischenfälle eher die Ausnahme. Noch bis spät in die Nacht hinein regelten die Pfadfinder tapfer lächelnd den Verkehr.
Ein anderes Problem tat sich im Zwinger auf. Dort sollte eine Theaterjurte aufgebaut werden. Aber auch nach vier Versuchen war das Gerüst zu groß für das Dach. Frustriert mussten zwei Pfadfinder in ein Bauhaus fahren und einen Pavillon als Ersatz kaufen.
Ebenfalls zu kämpfen hatten viele der Nestmanager. Ihr Job ist die Vermittlung zwischen der Kirchentagsleitung und den Ausstellern. Sie mussten sich oft mit Problemen bei Wasser und Strom auseinander setzten, Darsteller immer wieder freundlich darauf hinweisen, dass sie jetzt bitte endlich ihr Fahrzeug von der Ausstellungsfläche entfernen möchten und nicht zu letzt gehörte natürlich das Überwachen des Auf- und Abbaus zu ihrer Aufgabe. Sie kamen als erstes und gingen als letztes. Ein langer Tag, der aber trotzdem Spaß gemacht hat.
Ein besonderes Erlebnis hatte Max Kröger aus Husberg. Er hatte die Gelegenheit, Christian Wulff, der einen Überraschungsbesuch vorbei an den Ständen des Abends der Begegnungen machte, die Hand zu schütteln und schnell noch ein gemeinsames Foto für den REGP zu ergattern, bevor unser Bundespräsident schnell weiter musste.
Den Höhepunkt bildete die Abendandacht mit dem Lichtermeer aus Kerzen. Entlang des Elbufers und über die Brücken standen Menschen, die kleine Kerzen in den Händen hielten. Ab 22.00 Uhr zündete man diese dann bei seinem Nachbarn an. Langsam verbreitete sich mit dem Licht eine magische Stimmung, während auf der Bühne an der Elbe ein Chor sang. Kaum waren alle Kerzen entzündet, sah man auch schon die ersten schwimmenden Lichter die Elbe entlang treiben. Dazu war das eine Elbufer in Pink, das andere in Grün beleuchtet. Ein Besucher meinte, man könne es nie beschreiben, man müsse es erlebt haben. Nach einem gemeinsamen letzten Lied und den letzten schwimmenden Kerzen, machten sich alle Besucher auf den Heimweg. Viele Pfadis mussten noch einige Zeit an ihren Posten verbringen, damit der Abend für alle einen ruhigen und gesitteten Abschluss finden konnte. Müde und erschöpft von dem schönen, aber langen Tag gingen dann alle auch zügig ins Bett.
1307032479-0-0.jpg1307032479-1-0.jpg1307032479-2-0.jpg1307032479-3-0.jpg
1307032479-4-0.jpg1307032479-5-0.jpg1307032479-6-0.jpg1307032479-7-0.jpg
1307032479-8-0.jpg1307032479-9-0.jpg1307032479-10-0.jpg1307032479-11-0.jpg
1307032479-12-0.jpg1307032479-13-0.jpg1307032479-14-0.jpg1307032479-15-0.jpg
1307032479-16-0.jpg1307032479-17-0.jpg1307032479-18-0.jpg1307032479-19-0.jpg
1307032479-20-0.jpg1307032479-21-0.jpg1307032479-22-0.jpg1307032479-23-0.jpg
1307032479-24-0.jpg1307032479-25-0.jpg1307032479-26-0.jpg1307032479-27-0.jpg
    

Anreise

Philine Dierking , 01.06.2011 12:00
Dienstag, 31.05.2011: Anfahrt 11 Reisebusse voll mit motivierten Pfadfindern aus dem ganzen Norden machten sich gestern auf ihre lange Fahrt gen Dresden. Schon auf den Rastplätzen gab es die ersten freudigen Wiedersehen. Da konnte man auch die stickige Luft und hin und wieder mal eine Baustelle auf der Weiterfahrt ertragen. Die Ersten, die um 15.00 Uhr in unserer Unterkunft, dem Gymnasium Dresden Cotta, ankamen, war die Quartierleitung aus Gadeland. Nach ersten Absprachen mit dem Hausmeister wurden die Belegungspläne aufgehängt und alle Materialien wie die Helferausweise und Kirchentagsbücher für die Ankunft der über 500 Pfadis vorbereitet. Um etwa 21.00 Uhr war es dann soweit: Der erste Bus erreichte sein Ziel. Nach und nach füllte sich die Schule. Erst meldete man sich am Empfang an, dann versorgte man sich mit allen wichtigen Unterlagen. Zum Entsetzen der Meisten ist das Helferhalstuch dieses Jahr grell PINK! Nachdem der erste Schock überwunden war, ging es eifrig auf die Suche nach den richtigen Klassenzimmern zum Schlafen. Dann kam die Inspektion der Toiletten, die renoviert und daher sehr in Ordnung sind. Und dann noch eine Überraschung: Die Schule hat keine Duschen. In den Außenbereich wurde deshalb im Vorwege ein Container mit vierzehn sehr kleinen Einzelduschen gestellt. Da das Wasser aber angenehm warm ist, waren die meisten versöhnt. Anschließend trafen sich viele erst noch draußen, als es zu gewittern anfing dann drinnen, um die Freunde von den vergangenen Kirchentagen und Sommerlagern zu begrüßen. Bereits am ersten Abend wurden neue Bekanntschaften gemacht und für viele wurde es daher eine eher kurze Nacht.
1306922402-0-0.jpg1306922402-1-0.jpg1306922402-2-0.jpg