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Sommerlager Körbeldorf

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Körbeldorf bei Pegnitz in Franken, 01.07.2011 - 16.07.2011
Kirchengemeinden: Wasbek, Aukrug, Todenbüttel, Henstedt-Ulzburg, Klatzow, Züssow, Schmalfeld, Dänischenhagen, Selent, Jevenstedt, Apostelgemeinde Kiel

Aktualisierung Ankunftszeiten

Früchtenicht Rike, 15.07.2011 17:00
Stand 16.30 Uhr:
Bus 1 befindet sich gerade Höhe Soltau, geschätzte Ankunftszeit in Henstedt 18.15 Uhr
Bus 2 befindet sich Höhe Raststätte Allertal, geschätzte Ankunftszeit in Henstedt ca. 19.00 Uhr
Bus 3 befindet sich 150 km vor Hamburg, geschätzte Ankunftszeit in Wasbek 19.30 Uhr
Alle Zeiten beruhen natürlich auf der Annahme, dass man ohne weitere Staus oder sonstige Hindernisse fahren kann.

Abfahrt der Wölflinge

Früchtenicht Rike, 15.07.2011 11:30
Nach zwei wunderschönen letzten Tagen, an denen wir einen Singewettstreit und eine Tschai-koch-Meisterschaft ausgetragen haben, an denen wir einen bunten Nachmittag gefeiert haben und dieser mit einem sensationellen Spanferkelessen gekrönt wurde, endet nun unser Lager.

So eben haben die Wölflinge und Sipplinge den Platz verlassen und es haben sich folgende Abfahrtszeiten ergeben:

Bus I (Henstedt): Abfahrt 10.02 Uhr
Geschätzte Ankunftszeit in Henstedt ist 18.45 Uhr.

Bus II (Jevenstedt, Schmalfeld): Abfahrt 10.30 Uhr
Geschätzte Ankunftszeit ist in Henstedt um 19.15 Uhr und in Jevenstedt um 20.30 Uhr.

Bus III (Selent, Wasbek, Aukrug, Todenbüttel, Dänischenhagen, Kiel Wyk): Abfahrt 10.55 Uhr
Geschätzte Ankunftszeit in Wasbek (Pendlerparkplatz) ist 20.15 Uhr und Kiel Citti Park /Media Markt ist 21.15 Uhr.

Nach Möglichkeit werden wir um 17.00 Uhr einen weiteren Blog mit aktualisierten Ankunftszeiten hochladen.

Ein paar herzliche letzte Grüße aus dem Frankenland
sendet das Nachkommando

Nürnberg

Früchtenicht Rike, 13.07.2011 15:00
„Abends treten Elche aus den Dünen, ziehen von der Palve an den Strand. Wenn die Nacht, wie eine gute Mutter, leise deckt ihr Tuch auf Haff und Land.“

Als allererstes mal vorweg: Trotz der schlechten Wetterprognosen geht es uns gut. Wir haben viel Regen aber bisher keine Stürme, keinen Hagel, keine Gewitter.

Nach dem verfrühten Wecken um 7.15 Uhr begann der gestrige Tag mit den spannenden Berichten unserer Nachtwachen, die des Nachts eine amüsante Begegnung mit den befreundeten Pfadfindern aus dem Sommerlager im Sauloch hatten. Die an sich witzige und coole Idee eines Ablenkungsmanövers mit Fackeln, Glocke und Prozession entpuppte sich letztlich als einziger Bestandteil dieses Überfalls. Die Angreifer übergaben uns schließlich mehr unfreiwillig als freiwillig eine Kohtenplane um ihre von der Wache zugeparkten Fahrzeuge auszulösen.

Dann konzentrierten wir uns darauf, unseren Ausflug nach Nürnberg pünktlich und organisiert zu beginnen. Um 9.30 Uhr ging es in die Busse und nach ca. einer Stunde Fahrt erreichten wir die Stadt. Den Vormittag verbrachten wir mit Stadterkundungen in Kleingruppen und zum Mittag trafen wir uns im wunderschönen Burggarten der Kaiserburg. Dort erregten wir mit ca. 250 Grünhemden, die im Kreis standen, gemeinsam sangen und beteten, schon einiges Aufsehen. Für den Nachmittag war noch einmal Freizeit angesagt und ab 16.00 Uhr versammelten wir uns in St. Sebaldus, einer imposanten evangelischen Kirche aus dem 13. Jahrhundert, um um 16.30 Uhr einen großartigen Gottesdienst zu feiern. Das waren herrliche Momente, als wir mit unserem Gesang diese heiligen Hallen füllten. Höhepunkt war die Taufe eines Aukruger Pfadfinders nach der spontaner Applaus aus den Reihen aufbrauste.
Nach dem Gottesdienst ging es in die Busse und zurück zum Lagerplatz.
Dem Leitmotiv des Tages folgend gab es zum Abendessen Nürnberger Rostbratwürstchen mit Kartoffelbrei und Gemüse. Nach diesem Gaumenschmaus machte sich schlagartig allgemeine Müdigkeit breit und so stellte sich gegen 23.00 Uhr auf dem ganzen Lagerplatz schon die Nachtruhe ein.
Auf dem GANZEN Lagerplatz? Nein! Auf dem Parkplatz machte sich eine Gruppe von Unbeugsamen, die der Müdigkeit trotzten, auf, um unsererseits dem Coburger Lager einen nächtlichen Besuch abzustatten. Immerhin hatten wir noch eine Kohtenplane zurückzugeben und wenn man schon mal dabei ist, kann man auch gleich unsere defekte Lager-Kaffeemaschine gegen ein funktionstüchtiges Modell aus dem Sauloch tauschen. Sagen wir so: Die Aktion war von mäßigem Erfolg gekrönt. Zwar gelang es unseren Leuten, die Kohtenbahn an einem exponierten Ort zu drapieren, jedoch scheiterte das Kommando „Kaffeeautomat“ an den schlammigen Bodenverhältnissen und dem Widerstand der dortigen Nachtwachen. Die Gefangenen wurden jedoch gut behandelt und zumindest eine Ladung des ersehnten Kaffees wurde den Angreifern für die Rückfahrt großzügig spendiert. Und Spaß hatten sie auch. Zeitpunkt der Rückkehr auf den Gothenstein: 06.00 Uhr.

„Langsam schreiten wieder sie von dannen, Tiere einer längst versunk´nen Zeit. Und sie schwinden in der Ferne Nebel, wie im hohen Tor der Ewigkeit.“

Aufwachen in der Hasenlochhöhle

Früchtenicht Rike, 12.07.2011 00:14
„Ein feste Burg ist unser Gott, eine gute Wehr und Waffen.“

Heute Morgen wachen unsere Wölflinge von Gott wohl behütet in der Hasenlochhöhle auf. Es haben auch tatsächlich alle dieses Abenteuer überstanden und niemand musste abgeholt werden. Das war nach den Donnerschlägen des gestrigen Abends nicht sehr wahrscheinlich, doch nun steigen sie mit Stolz geschwellter Brust aus dem Höhleneingang und können selbst kaum fassen, dass sie diesen Mut aufbringen konnten.
Nach dem Frühstück, das von den Logistikern herübergefahren wurde, machen sie sich auf zurück zum Zeltplatz.
Während dessen bekommen und die Sipplinge und die verbliebenen Mitarbeiter auf dem Zeltplatz eine verlängerte Nachtruhe verordnet und alle schlafen gemütlich bis 8.30 Uhr, bis man einige Mitarbeiter mit verstörten Blicken auf ihre Uhren aus den Zelten stolpern sieht.
Gegen Mittag kommen die Wölflinge zurück auf den Platz und dann geht es schon ans Packen für den Freibadbesuch am Nachmittag. Von dem tollen Busunternehmen Krieg werden wir nach Pegnitz „geshuttelt“ und dort bevölkern wir mit 240 Pfadfindern die Wiesen. Strahlende Gesichter allerorten bei solch einem Badespaß! Der ein oder andere wird unfreiwillig ins Schwimmbecken „gestippt“ und so kommen alle auf ihre Kosten. Zwischendurch findet zum Vergnügen der anderen Badegäste noch eine Chorprobe auf der Wiese statt und gegen 17.00 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Der angenehme Nebeneffekt ist, dass wir nun alle für unseren morgigen Besuch in Nürnberg stadtfein sind.
Nach einem kurzen Theater am Abend beginnen wir eine frühe Nachtruhe, damit wir für den morgigen Tag ausgeschlafen, munter und fröhlich sind.

„Er hilft uns frei von aller Not, die uns jetzt hat betroffen.“

Leider weitere Probleme

Oliver Harder , 11.07.2011 08:06
Leider hat sich das Problem mit unseren Bildern auf das Hochladen ausgeweitet. Wir werden als in den kommenden Tag nur noch mit Texten berichten. Dafür steigt die Vorfreude auf die Bilderabende in den Gemeinden.

Wir grüßen alle daheim gebliebenen ganz herzlich!

Tagesbericht 9./10. Juli

Oliver Harder , 11.07.2011 00:56
„Durchstecht den Deich, reißt auf die Schleusen ...“


Tagesberichte vom 9. und 10. Juli
Am Samstagvormittag holen wir das Bibelthing nach, das wir gestern Morgen wegen der Aufräumarbeiten verschoben hatten und nachmittags findet die heiß ersehnte Lagerolympiade statt. Hier werden den Pfadfindern vielseitige Fertigkeiten abverlangt: Wäscheklammern finden, möglichst viel Wasser in einer Plane transportieren, eine Plane umdrehen während die ganze Gruppe auf ihr steht, Mitarbeiter mit Schwämmen abwerfen, ein Fahrtenlied umdichten, Gegenstände ertasten und erfühlen, Ameisen sammeln, Gewürze erriechen und erschmecken.

Abends sehen wir den zweiten Teil des Theaters „Asterix und Obelix am Gothenstein“. Hier wird das Dorf, während das Fest gefeiert wird, das Majestix sich so sehr gewünscht hat, von einem Römertrupp besucht.

Zum Abend hin ereilt uns noch einmal kurz die Befürchtung, ein neues Unwetter könnte über uns herein brechen. Da wir aus dem letzten Wolkenbruch gelernt haben bringen alle wie die Ameisen schnell ihre Behausung in Ordnung, spannen Leinen nach und verstauen Kleidung und Taschen regensicher. Wie aus dem Nichts taucht in Dorf 2 wieder eine Schar fröhlicher Helfer auf, die bei fröhlichem Gesang und noch trockenem Wetter die Gräben vorsorglich neu nachzieht. Gegen Mitternacht stellt sich allerdings heraus, dass wir verschont bleiben und die vielen dunklen Wolken an uns vorbei ziehen. Aber immerhin ist der Lagerplatz zur Freude der Lagerleitung nun in tadellosem Zustand und bietet einen aufgeräumten Anblick.

In der Nacht bekommen wir tatsächlich einmal Besuch von anderen Pfadfindern auf dem Platz. Es sind die ortsansässigen Wesley-Scouts, die uns -ganz nach Pfadfinder-Tradition- unseren Wimpel stehlen möchten. Bevor sie dies schaffen können, werden allerdings alle acht von der pflichtbewussten Nachtwache gestellt, gefangen genommen und mit den Worten: „So, Kamerad, hier ist die Reise zu Ende!“ auf den Hauptlagerplatz abtransportiert. Nach einem kurzem Beisammensein mit Tee am Lagerfeuer werden die Damen und Herren von den Nachtwachen bis ganz hinunter zur Straße begleitet, um nicht Gefahr zu laufen, dass doch noch einen von ihnen auf unserem Platz verlorengeht.
Hier noch einige Hinweise, die Lager-Sheriff H. Fünderich gerne festgehalten haben möchte:

1. Es ist ratsam, jedwede Art von reflektierender Kleidung / Ausrüstung zu Hause zu lassen, wenn man die Absicht hat, unentdeckt ein Lager zu überfallen.
2. Eigentlich trivial: Man sollte sich nicht erwischen lassen.
3. Hat man in Punkt 2 versagt, so bedenke man auf der Flucht, dass Schotter rutschig ist und in Kurven Risiken birgt.
4. Abschließend ist es nicht zielführend auf dem begleiteten Nachhauseweg laut über eine mögliche Rückkehr zu spekulieren, da man nun immerhin die Platzverhältnisse kenne.

Übrigens, danke für die Bonbons! Und mehr Erfolg beim nächsten Mal!

Der Sonntagmorgen steht ganz im Zeichen des 2. Gottesdienstes, indem wir mehr von Davids Geschichte hören.

Am Nachmittag machen sich alle für den Aufbruch bereit: Die Sipplinge zum Geländespiel und die Wölflinge zur Wanderung zu einer Höhle mit Übernachtung!
Doch vorher gibt es noch ein kleines Theaterstück, das das Geländespiel einleitet.
Während die Sipplinge also die Schätze des Druiden vor den barbarischen Franken retten, wandern die Wölflinge durch abenteuerliche Schluchten, an der Püttlach entlang bis hin zur Hasenlochhöhle. Dort werden sie von Bussen in Empfang genommen, die zum einen ihre Schlafsäcke und Isomatten transportieren und zum anderen zur Freude aller das Abendessen bringen: Hotdogs! Da sieht man Kinderaugen strahlen! Doch während die Letzen noch speisen, beginnt es allmählich zu tropfen und wie wir es ja nun schon aus dem Frankenland kennen, hat sich innerhalb von Minuten ein ordentlicher Schauer eingestellt. Zum Glück finden alle Schutz in der Höhle, auch die Nachzügler bekommen, nachdem alle ein wenig zusammenrutschen, einen Platz. Und dann fängt es an zu donnern. Zwei Mal schlägt ganz in der Nähe ein Blitz ein und der Schlag, der danach kommt, zieht einem fast die Schuhe aus. Das hat kurzzeitige Stimmungsschwankungen der Höhlenbewohner zur Folge, die sich aber innerhalb weniger Minuten mit Fackeln und Singen beheben lassen.

Auf dem Lagerplatz hat der Regen inzwischen ebenfalls sintflutartige Züge angenommen. Einige Zelte sind dem zum Opfer gefallen, aber die auf den Lagerplatz zurückgekehrten Sipplinge und die verbliebenen Mitarbeiter haben die Lage im Griff. Der sich durch das Lagerbüro ziehende Bach wurde dieses Mal in ein eigens gegrabenes Bett gelenkt und zwischenzeitlich herrschte auf ihm sogar reger Schiffsverkehr.

Just in diesem Moment merkt die Lagerleitung an, dass wir bei all den Regengeschichten nicht vergessen wollen, dass uns heute Nachtmittag bei ca. 30 Grad Hitze mehrere elektrische Geräte im Lagerbüro den Dienst verweigert haben.

Wir freuen uns auf eine ruhige Nacht und einen neuen warmen Tag, an dem wir alles wieder trocknen können!


„ ... ersäuft die fremde Tyrannei! Es naht das Meer es nah´n die Geusen! Das Land wird Meer, doch es wird frei.“

1. Bericht Sippentour

Oliver Harder , 10.07.2011 08:30
Sippentour Berlin/Franken
Da standen wir. Die Rucksäcke gepackt und ohne den blassesten Schimmer, wo es nun eigentlich hingehen sollte mit unserer kleinen „Wandertruppe“ bestehend aus Mario und Timo, den freigeistigen Musikern, Timos französischem Austauschschüler Mathieu und…ach ja ich war auch noch dabei. „Lass uns etwas ganz Großes reißen“, war die meist gehörte und einzige richtige Anforderung an die Sippentour, die in weniger als zwei Stunden beginnen sollte.
An einem Tag die 35 km nach Bayreuth wandern? Gab’s schon! Einfach drauflos laufen und gucken wie weit man kommt? Vielleicht doch ein bisschen zu riskant! „Lasst uns nach Berlin, ein Foto vorm Reichstag machen und wieder zurück. In vier Tagen wäre das eine Herausforderung!“
Wie aus einem guten Witz Realität werden kann, ließ sich in der nächsten halben Stunde gut beobachten. Plötzlich fielen Sätze wie „Man könnte es schaffen“ oder „Es wäre nicht ganz unmöglich“. Eine brillante Idee war geboren, Karten wurden analysiert, Routen geplant und Zeitpläne erstellt. Eine halbe Stunde später machte sich die kleine, vierköpfige Wandertruppe auf zur „Autobahn Raststätte Pegnitz/Fränkische Schweiz“, ein Marsch von grob geschätzt 6 km, die man schnell hinter sich brachte, um die Chance auf eine Mitfahrgelegenheit zu erhöhen. Für die Beweisführung wurde noch schnell die 3kg Kamera zusammen mit dem ebenso schweren Stativ eingepackt. Auch der Spaß durfte nicht fehlen, deswegen war auch der voll aufgepumpte Football (australischer Art) dabei.
Eine Mitfahrgelegenheit zu finden, gestaltete sich mit einer Gruppe von vier jungen Männern + Gepäck schwieriger als Gedacht. „Wir sind leider voll bepackt Jungs aber wir hätten euch gern mitgenommen“ war eine der unzähligen Absagen, die wir ertragen mussten. Auch bei den Bussen hatten wir zunächst kein großes Glück: „Wir sind voll ausgebucht, tut mir Leid“. Man trennte sich also um einen größeren Teil des Parkplatzes abdecken - und noch mehr Leute fragen zu können. 20 Minuten später kam der lang ersehnte Anruf von den Kameraden auf der anderen Seite der Raststätte: „Wir haben einen…wir sind dabei…yeah“. Dann hieß es nur noch rennen. Timo und Mathieu standen strahlend vor einem Reisebus und luden mit Hilfe des Fahrers ihre Sachen in die Gepäckklappen des riesigen Gefährts. „Schnell, packt eure Sachen rein“, nichts leichter als das. Fünf Minuten später nahmen wir auf den gemütlichen Flies-Sitzen des Reisebusses Platz. Nach Sachsen-Anhalt sollte es gehen. Nicht ganz Berlin, aber immerhin die richtige Richtung. Nach einem Fahrerwechsel und einer lustigen Fahrt versüßt von ca. 40 sächselnden Senioren und Volksmusik, tingelte der Reisebus nach drei Stunden durch das ländliche Sachsen-Anhalt, um jedes Senioren Paar einzeln in seinem Heimatdorf auszusetzen. Eine weitere Stunde verstrich, bis wir endlich, im strömenden Regen auf einer Autobahnraststätte bei Halle „ausgesetzt“ wurden.
Völlig durchnässt fanden wir Schutz im Vorraum eines McDonalds Restaurants und wie es der Zufall wollte, trafen wir genau dort auf Thomas, einen freundlichen Business-Reisenden, der nach einer gefühlten halben Stunde unentschlossenen Zögerns einwilligte, uns direkt ins Herz der Hauptstadt mitzunehmen. BMW 3er…Noch Fragen? Mit teilweise beängstigenden 230 Stundenkilometern bretterten wir in Richtung Nord-Osten. Eineinhalb Stunden waren wir unterwegs, bis plötzlich der Berliner Hauptbahnhof an uns vorbeizog.
Im Zentrum angekommen stellte sich die Frage, wo man überhaupt übernachten sollte in dieser Metropole. Schnell war auch dieses Problem aus dem Weg geschafft. „Wir können bei Konny pennen!“ hieß es und eine weitere halbe Stunde später standen wir in einer halb bezogenen (zwei von vier Bewohnern) Altbau-Studenten-WG in Schöneberg. Dann gab es nur noch zwei Dinge: Abendbrot und dann so schnell wie möglich schlafen gehen. Was für ein Tag!
Am nächsten Morgen wurde erst einmal ausgeschlafen. Um 10 Uhr liefen wir kurz zum REWE um die Ecke, denn es sollte Waffeln geben. Zurück in der Wohnung wurden dann Kronleuchter angebracht und Ikea-Möbel aufgebaut, denn die zwei jungen Damen waren erst vor einer knappen Woche eingezogen. Nebenher wurde Waffelteig gerührt und Waffeln gebacken. Mhh, die waren gut!
Dann ging es auf eine ausgedehnte Sightseeing-Tour zu Fuß. 13 Stunden zeigten wir unserem französischen Kameraden die Hauptstadt und natürlich entdeckten auch wir selbst immer wieder Sehenswürdigkeiten und Dinge, die wir noch nicht gesehen hatten. Mathieu, der sich am Morgen den 200 Seiten Berlin-Reiseführer zu Gemüte geführt hatte, wusste teilweise mehr als wir selbst über das Bescheid, was sich dort vor unseren Augen befand. Unter Anderem besichtigten wir: die Siegessäule, Schloss Bellevue, den neuen Berliner Hauptbahnhof, das Brandenburger Tor und den Pariser Platz, den Reichstag, Checkpoint Charly und viele, viele andere Sehenswürdigkeiten, die ich gar nicht alle nennen kann und will. Zur Stärkung gab es nichts Geringeres als den „Besten Döner Deutschlands“ und wir machten viele Bekanntschaften, z.B. mit einer Gruppe von Holländern, die sich anscheinend auf Gitarrenentzug befanden, da sie uns anflehten ein paar Akkorde auf unserer Gitarre spielen zu dürfen. Nach dieser anstrengenden Tour kamen wir erschöpft in der Wohnung an, doch der Tag war noch jung. Mit Fackeln und Zeltplanen bewaffnet ging es zurück in die Innenstadt. Mit brennenden Fackeln wurde vor‘m Brandenburger Tor posiert und zu guter Letzt wurden vor dem Deutschen Reichstagsgebäude die Fahrtenzelte aufgeschlagen…
Der dritte Tag der Sippentour begann ein bisschen weniger entspannt. Es gab Omelette zum Frühstück, das uns für die bevorstehende Tortur stärkte, denn wir mussten schließlich auf irgendeinem Weg zurück nach Franken kommen. Mit U-Bahn und zu Fuß gelangten wir zu einem Parkplatz an der Autobahn, der sich nach unserer Ankunft als eine Zollstation statt einer Raststätte entpuppte. Also wurde gewandert, und zwar nach Potsdam, wo wir zu einer „richtigen“ Raststätte gelangten. Leider waren wir nicht die einzigen Freigeister, die gen Süden strebten, denn wir wurden von 15 anderen Trampern mit den Worten „Bitte hinten anstellen“ begrüßt, die sich in einer Reihe an der Straße aufgestellt hatten. Natürlich stellten wir uns nicht hinten an, sondern liefen zum Parkplatz um erneut einsame Geschäftsreisende zu bezirzen und siehe da: Nach neuer, ewig erscheinender Überredungskunst, saßen wir auf den schwarzen Ledersitzen eines gut motorisierten Passat-Limousine und zogen über die Autobahn von dannen. Vorbei an den unzähligen Trampern, die empörte Gesten und Grimassen bezüglich unserer schnellen Abreise machten. Der Deal mit dem Fahrer, dessen Namen wir bis heute nicht wissen war die Mitfahrt zur nächsten Raststätte außerhalb Berlins. Völlig ins Gespräch vertieft rauschten wir jedoch an besagter Raststätte vorbei und zu allem Überfluss entschloss unser Fahrer dann noch kurzerhand uns zur „Raststätte Pegnitz/Fränkische Schweiz“ zu fahren, dem Ausgangsort unseres Abenteuers. Also wurden Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit gefühlten 200 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit überflogen, bis wir die Bayerische Grenze überquerten. Dreieinhalb Stunden dauerte die 450 km Fahrt…
Und da standen wir also wieder. 48 Stunden: Franken – Berlin und wieder zurück. Wir konnten es nicht so wirklich fassen, doch es war tatsächlich passiert.
Es waren noch eineinhalb Tage unserer Sippentour übrig, die es nun sinnvoll zu nutzen galt. „Weg von der Autobahn“. Gesagt getan und so machte sich die Gruppe auf nach Pottenstein, einem 12 km entfernten, verträumten Städtchen, eingerahmt von mehreren Felsen, die die Stadt um mehrere hundert Meter überragten. Der Weg nach Pottenstein wurde im Eilschritt und ohne Pause zurückgelegt, um die Stadt vor Ladenschluss des Supermarktes zu erreichen, denn wir brauchten dringend Verpflegung. Eine halbe Stunde vor Ladenschluss schoben sich vier durchgeschwitzte Jungs mit Rucksäcken durch die Regalreihen des Norma-Marktes Pottenstein. Unter Anderem gab es Eis für alle, Wassermelone, frischen Brotaufstrich und das Wichtigste: 1,5 kg mariniertes Grillfleisch samt Rost und Tomaten (mmh). Einer der Gipfel wurde erklommen und wir machten es uns gemütlich bei einem sensationellen Grillabend zu Füßen des Gipfelkreuzes im Sonnenuntergang über Pottenstein. Voller Energie und Tatendrang ging es dann noch weiter mit Fackeln, Sack und Pack auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz für die Nacht. Dieser fand sich auf einem Felsvorsprung, der zunächst etwas ungemütlich erschien, dann jedoch nach einer halben Stunde Geröllräumens eine geeignete Schlafstätte abgab. Müde und erschöpft gingen wir in die Schlafsäcke und schliefen ein um nach ganzen 12 Stunden tiefstem Schlaf von einem tieffliegenden Hubschrauber geweckt zu werden. Zum Frühstück gab es Brot mit einer Vielfalt von Aufstrichen und heiße Milch auf einem 4 Meter hohen Felsen am Berghang, der zuerst erklommen werden musste, es hat sich gelohnt, denn es war bei Weitem der extravaganteste Frühstücksplatz, den man sich hätte vorstellen können. Zu guter Letzt ging es querfeldein und mit Kompass zurück zum Lagerplatz und dem Ende unserer Fahrt entgegen. Der ein oder andere wusste schon über unser Abenteuer Bescheid, denn wir hatten „Liebe Grüße aus Berlin“ per Postkarte gesendet…


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Nach der Wetterfront

Oliver Harder , 10.07.2011 08:09
Nachtrag vom Donnerstag, den 7. Juli

Ein minutiöser Bericht für Fans

21.16 Uhr: Während auf dem Hauptplatz eine Gruppe von Henstedter Mitarbeitern einem achtzehnjährigen Wölfling eine Sipplingsprüfung abnimmt, landen die ersten 15 Regentropfen auf dem Zeltplatz des Sommerlagers Körbeldorf.

21.17 Uhr: Die Lagerleitung geht, alarmiert von verdächtigen Platschgeräuschen auf dem Zeltdach, vor das Lagerbüro, wirft einen Blick an den Himmel und erfasst den Ernst der Lage augenblicklich.

21.18 Uhr: Ein aufböender Wind fegt durch das Dorf 3 und hebt dort an einigen Zelten anmutig die Segel von den Rauchlöchern.

21.19 Uhr: Die Gruppe, die mit der Sipplingsprüfung beschäftigt ist, wird von der Lagerleitung aufgelöst und mit kurzfristigen Sicherungsmaßnahmen auf dem gesamten Lagerplatz beauftragt.

21.30 Uhr: Aus den 15 Regentropfen ist inzwischen ein ausgewachsener Schauer geworden. Aus der Ferne rollen Donner heran.

21.32 Uhr: In Dorf 3 ergießt sich ergiebiger Regen vorbei an den davon gewehten Segeln direkt auf die Schlafsacke und Isomatten der Zeltbewohner.

21.33 Uhr: In Dorf 1 bahnt sich quer über den Zeltplatz und mitten durch einige Zelte hindurch ein kleiner Fluss seinen Weg.

21.35 Uhr: Im Lagerbüro kommen hektische Aufräumarbeiten in Gang, um die elektrischen Geräte vor Feuchtigkeit zu bewahren.

21.45 Uhr: Aus Dorf 4 macht sich eine Schar junger Mitarbeiter im Laufschritt mit Klappspaten und Spitzhacken bewaffnet auf den Weg, um Dorf 2 vor dem Absaufen zu bewahren.

21.50 Uhr: Vor dem Eingang des Küchenzeltes entsteht ein morastiger See.

21.51 Uhr: Lagerbüro: Unter der Bank der Blogschreiberin fließt ein kleiner Bach hindurch.

21.53 Uhr: Die Bewohner von Dorf 3 entdecken ihr Unglück und spannen bei prasselndem Regen ihre Segel neu über die Rauchlöcher.

21.53 Uhr: Auch die Satteldachjurte, die das Lagerbüro beherbergt, ist inzwischen von allen Seiten nachgespannt und gesichert.

22.00 Uhr: In Dorf 4 wird in der Zirkusjurte ein Auffanglager für die unzähligen, kurzweilig obdachlosen Pfadfinder aus Dorf 2 eingerichtet, die mit Feuer und Musik aufgemuntert werden.

22.01 Uhr: In Dorf 3 verpackt sich eine Jurte von Jungen, die aufgrund einer günstigen Lage und gut aufgebauter Zelte, von Nässe von oben oder unten verschont geblieben ist, gemütlich in ihre Schlafsacke und beginnt die Nachtruhe. Mit dem gleichen Glück gesegnet ist in Teilen auch das Dorf 1.

22.15 Uhr: In der Zirkusjurte in Dorf 4 stellen sich die Besucher darauf ein, den Rest der Nacht hier im Warmen und Trockenen zu verbringen und machen sich bettfertig.

22. 30 Uhr: Dorf 2 sieht aus, wie ein Schlachtfeld. Zwischen den Zelten hindurch fließt das Regenwasser nun durch frisch gezogene Gräben ab. Die Spitzhacken-Pioniere begutachten ihr Werk und ziehen zufrieden von dannen.

23.00 Uhr: Im Lagerbüro wird die Arbeit wieder aufgenommen und in Windeseile ein Blog des Tages verfasst, mit Fotos versehen und abgeschickt.

1.00 Uhr: Im Küchenzelt finden sich einige Versprengte ein und lassen sich bei Tee und Kuchen von ein paar sehr begabten Henstedter Jungs mit einem kleinem unplugged Konzert verwöhnen.


Freitag, 8. Juli

Nach der Wetterfront

„Von den Füßen weggesoffen werden bald die Stiefel sein. Hej, hej, hej, hej ja, Stiefel sein!“


8.30 Uhr (eigentlich Frühstückszeit): Selige Ruhe auf dem Lagerplatz. Die Lagerleitung schreitet den Platz ab, begutachtet die entstandenen Schäden und macht dabei Fotos von „Spaten-Stillleben“.
Für die Mitarbeiter gilt die Parole: „Jedes Kind, das jetzt noch trocken und zufrieden schläft, ist uns viel wert!“ Deshalb wird die Nachtruhe heute auf unbestimmte Zeit verlängert.

Gegen 10.00 Uhr haben alle gefrühstückt und da die Sonne ein schnelles Comeback feiert, wird allerorten mit Aufräum- und Trocknungsarbeiten begonnen. Überall sieht man nun Kleidung, Schlafsäcke und Isomatten auf dem Gras liegen. Im Küchenzelt finden 7 Europaletten Verwendung und bilden einen eleganten Steg über den erwähnten See direkt hin zur Kaffeemaschine.

Beim Mittagessen kann man schon wieder von geordneten Verhältnissen auf dem Platz sprechen, auch wenn einem noch an vielen Stellen fast die Stiefel im Schlamm stecken bleiben.
Nun wendet sich die Aufmerksamkeit der nächsten spannenden Aktion zu: Scoutball! Zehn Spieler, ein Ball, zwei Wannen. Ziel ist es, den Ball in der gegnerischen Wanne zu versenken, ohne dass einem das Halstuch, welches am Hosenbund befestigt ist, geklaut wird. Die Spielregeln hören sich allerdings weitaus gesitteter an, als der Spielverlauf dann tatsächlich ist. Auf dem Spielfeld ist ein wildes Toben und Raufen im Gange und am Spielfeldrand muss man sich hin und wieder vor einer heranrauschenden Menschenkugel in Acht nehmen.

Bei einem traumhaften Sonnenuntergang feiern wir den Abend der Begegnung, an dem jeder Stamm eine kulinarische Köstlichkeit für die Pfadfinder aus anderen Stämmen kocht. Das Essen des eigenen Stammes ist Tabu. Von Pommerscher Kartoffelsuppe über Milchreis, Nudelpfanne, Pfannkuchen bis zum Schokoladenfondue gehen die Menüs.

Ein wunderbarer Tag geht zu Ende und wir danken Gott und legen uns zur Ruh. Nur die Nachtwache zieht tapfer und verlässlich ihre Runden.


„Burschen, Burschen, wir verderben, geht es fort so wild und toll! Hej, hej, hej, hej ja, wild und toll!“







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Früchtenicht Rike, 09.07.2011 12:30

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Früchtenicht Rike, 09.07.2011 11:30
Nachtrag vom Donnerstag, den 7. Juli

Ein minutiöser Bericht für Fans

21.16 Uhr: Während auf dem Hauptplatz eine Gruppe von Henstedter Mitarbeitern einem achtzehnjährigen Wölfling eine Sipplingsprüfung abnimmt, landen die ersten 15 Regentropfen auf dem Zeltplatz des Sommerlagers Körbeldorf.

21.17 Uhr: Die Lagerleitung geht, alarmiert von verdächtigen Platschgeräuschen auf dem Zeltdach, vor das Lagerbüro, wirft einen Blick an den Himmel und erfasst den Ernst der Lage augenblicklich.

21.18 Uhr: Ein aufböender Wind fegt durch das Dorf 3 und hebt dort an einigen Zelten anmutig die Segel von den Rauchlöchern.

21.19 Uhr: Die Gruppe, die mit der Sipplingsprüfung beschäftigt ist, wird von der Lagerleitung aufgelöst und mit kurzfristigen Sicherungsmaßnahmen auf dem gesamten Lagerplatz beauftragt.

21.30 Uhr: Aus den 15 Regentropfen ist inzwischen ein ausgewachsener Schauer geworden. Aus der Ferne rollen Donner heran.

21.32 Uhr: In Dorf 3 ergießt sich ergiebiger Regen vorbei an den davon gewehten Segeln direkt auf die Schlafsacke und Isomatten der Zeltbewohner.

21.33 Uhr: In Dorf 1 bahnt sich quer über den Zeltplatz und mitten durch einige Zelte hindurch ein kleiner Fluss seinen Weg.

21.35 Uhr: Im Lagerbüro kommen hektische Aufräumarbeiten in Gang, um die elektrischen Geräte vor Feuchtigkeit zu bewahren.

21.45 Uhr: Aus Dorf 4 macht sich eine Schar junger Mitarbeiter im Laufschritt mit Klappspaten und Spitzhacken bewaffnet auf den Weg, um Dorf 2 vor dem Absaufen zu bewahren.

21.50 Uhr: Vor dem Eingang des Küchenzeltes entsteht ein morastiger See.

21.51 Uhr: Lagerbüro: Unter der Bank der Blogschreiberin fließt ein kleiner Bach hindurch.

21.53 Uhr: Die Bewohner von Dorf 3 entdecken ihr Unglück und spannen bei prasselndem Regen ihre Segel neu über die Rauchlöcher.

21.53 Uhr: Auch die Satteldachjurte, die das Lagerbüro beherbergt, ist inzwischen von allen Seiten nachgespannt und gesichert.

22.00 Uhr: In Dorf 4 wird in der Zirkusjurte ein Auffanglager für die unzähligen, kurzweilig obdachlosen Pfadfinder aus Dorf 2 eingerichtet, die mit Feuer und Musik aufgemuntert werden.

22.01 Uhr: In Dorf 3 verpackt sich eine Jurte von Jungen, die aufgrund einer günstigen Lage und gut aufgebauter Zelte, von Nässe von oben oder unten verschont geblieben ist, gemütlich in ihre Schlafsacke und beginnt die Nachtruhe. Mit dem gleichen Glück gesegnet ist in Teilen auch das Dorf 1.

22.15 Uhr: In der Zirkusjurte in Dorf 4 stellen sich die Besucher darauf ein, den Rest der Nacht hier im Warmen und Trockenen zu verbringen und machen sich bettfertig.

22. 30 Uhr: Dorf 2 sieht aus, wie ein Schlachtfeld. Zwischen den Zelten hindurch fließt das Regenwasser nun durch frisch gezogene Gräben ab. Die Spitzhacken-Pioniere begutachten ihr Werk und ziehen zufrieden von dannen.

23.00 Uhr: Im Lagerbüro wird die Arbeit wieder aufgenommen und in Windeseile ein Blog des Tages verfasst, mit Fotos versehen und abgeschickt.

1.00 Uhr: Im Küchenzelt finden sich einige Versprengte ein und lassen sich bei Tee und Kuchen von ein paar sehr begabten Henstedter Jungs mit einem kleinem unplugged Konzert verwöhnen.


Freitag, 8. Juli

Nach der Wetterfront

„Von den Füßen weggesoffen werden bald die Stiefel sein. Hej, hej, hej, hej ja, Stiefel sein!“


8.30 Uhr (eigentlich Frühstückszeit): Selige Ruhe auf dem Lagerplatz. Die Lagerleitung schreitet den Platz ab, begutachtet die entstandenen Schäden und macht dabei Fotos von „Spaten-Stillleben“.
Für die Mitarbeiter gilt die Parole: „Jedes Kind, das jetzt noch trocken und zufrieden schläft, ist uns viel wert!“ Deshalb wird die Nachtruhe heute auf unbestimmte Zeit verlängert.

Gegen 10.00 Uhr haben alle gefrühstückt und da die Sonne ein schnelles Comeback feiert, wird allerorten mit Aufräum- und Trocknungsarbeiten begonnen. Überall sieht man nun Kleidung, Schlafsäcke und Isomatten auf dem Gras liegen. Im Küchenzelt finden 7 Europaletten Verwendung und bilden einen eleganten Steg über den erwähnten See direkt hin zur Kaffeemaschine.

Beim Mittagessen kann man schon wieder von geordneten Verhältnissen auf dem Platz sprechen, auch wenn einem noch an vielen Stellen fast die Stiefel im Schlamm stecken bleiben.
Nun wendet sich die Aufmerksamkeit der nächsten spannenden Aktion zu: Scoutball! Zehn Spieler, ein Ball, zwei Wannen. Ziel ist es, den Ball in der gegnerischen Wanne zu versenken, ohne dass einem das Halstuch, welches am Hosenbund befestigt ist, geklaut wird. Die Spielregeln hören sich allerdings weitaus gesitteter an, als der Spielverlauf dann tatsächlich ist. Auf dem Spielfeld ist ein wildes Toben und Raufen im Gange und am Spielfeldrand muss man sich hin und wieder vor einer heranrauschenden Menschenkugel in Acht nehmen.

Bei einem traumhaften Sonnenuntergang feiern wir den Abend der Begegnung, an dem jeder Stamm eine kulinarische Köstlichkeit für die Pfadfinder aus anderen Stämmen kocht. Das Essen des eigenen Stammes ist Tabu. Von Pommerscher Kartoffelsuppe über Milchreis, Nudelpfanne, Pfannkuchen bis zum Schokoladenfondue gehen die Menüs.

Ein wunderbarer Tag geht zu Ende und wir danken Gott und legen uns zur Ruh. Nur die Nachtwache zieht tapfer und verlässlich ihre Runden.


„Burschen, Burschen, wir verderben, geht es fort so wild und toll! Hej, hej, hej, hej ja, wild und toll!“



König David, Asterix, Sinflut

Oliver Harder , 08.07.2011 01:01
„O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus, o Herr, über uns. Sieh unser dürres Land, hör unser Schrei´n, nur deine starke Hand kann uns befrei´n.“

Heute Morgen kitzeln uns Sonnenstrahlen an der Nase und wir erleben den ersten Tagesbeginn mit vollständiger Lagerbelegschaft. Bald nach dem dezentralen Frühstück in den Dörfern stellt sich heraus, dass die Sonne es heute besonders gut mit uns meint, denn schon gegen 10.00 Uhr wird es unerträglich heiß auf dem Platz. Schon bald werden Rufe nach Strömen lebendigen Wassers laut. Doch alle, die die verregneten Tage im Vorkommando miterlebt haben, lehnen eine Beschwerde über die Hitze kategorisch ab. Dennoch gewährt die Lagerleitung ziemlich bald „Marscherleichterung“, das heißt, die Fahrtenhemden werden geschont und wer ein Pfadfinder-T-Shirt hat, der zieht es an. Während die Dienste verrichtet werden (abwaschen, Müll sammeln, die Saftstation befüllen, Waschstraßen für das Geschirr errichten), trifft sich auf dem Hauptplatz ein spontan entstandener Chor und ein Musikteam, die gemeinsam wunderbare Musik einüben und damit die tüchtige Geschäftigkeit untermalen.

Dann ist um 11.00 Uhr Gottesdienst. Er hat Davids Berufung zum Thema. Mathias erklärt in der Predigt, dass David von Gott ausgewählt wurde, der König seines Volkes zu sein, obwohl er offenbar keine auf den ersten Blick ersichtlichen Qualifikationen dafür mitbrachte. Aber: „Wir sehen nur, was vor Augen ist. Gott aber sieht das Herz.“ Das singt der Chor vor und dann wird es gemeinsam geschmettert.

Nach dem Mittagessen heißt der Programmpunkt „Gestalten und formen mit Lehm und Ton“. Das ist herrlich anzusehen, wie da überall vollkommen bedenkenlos und verträumt geschmiert, gepanscht und gematscht wird!

Im Abendprogramm (bei uns sitzen Sie auf dem Rasen in der ersten Reihe) läuft heute „Asterix und Obelix am Gothenstein“. Während Asterix von Miraculix einen neuen Zaubertrank verlangt, geraten Troubadix und Automatix in altbekannter Weise aneinander. Außerdem versucht Obelix in einer viel zu kleinen Wanne zu baden und Majestix will ein Fest feiern, aber keiner hört ihm zu. Idefix beobachtet dies alles und zuletzt gerät Gutemine mit anderen Frauen in eine Rauferei.

Nach diesem imposanten Theater-Auftakt geht es gemächlich in die Dörfer und plötzlich werden wir von Regentropfen überrascht. Der eine kommt zum anderen und auf einmal ist es ein ausgewachsener Guss mit einem ordentlichen Gewitter (deutscher Wetterdienst: lokaler Starkregen bis zu 25l/qm).

Aktuell haben einige Wölflinge in der Henstedter Zirkusjurte Unterschlupf gefunden, andere sind von heldenhaften jungen Männern gerettet worden, die wie die Pioniere losgezogen sind, um Gräben zu ziehen und Zelte trockenzulegen und durch das Lagerbüro fließt ein kleiner Bach. Aber wir sind alle wohlauf, haben die Bewährungsprobe überstanden und das hat uns zusammengeschweißt.

Solch ein Guss gehört laut Lagerleitung zum Standardprogramm eines Lagers und darf als „Übung“ innerhalb des All-inclusive-Programms betrachtet werden.

Feucht-fröhliche Grüße senden wir euch aus dem Frankenland!

„Lass Wasser fließen, Herr, von deinem Thron, gieß aus in unser Land den Lebensstrom. O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus, o Herr, über uns.“


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Probleme mit den Bildern

Oliver Harder , 07.07.2011 13:00
Wir haben das Problem bereits erkannt. Unser Webmaster vom REGP arbeite bereits an dem Problem mit der Bilderansicht. Allerdings ist dieser selber auf einem Sommerlager in Dänemark und er hat nur sehr schlechten Zugriff auf das Internet. Wir bitten um Verständnis.

Bilder Ankunft Wölflinge - Nachtrag

Oliver Harder , 07.07.2011 10:30

Um 2:24 haben wir unseren Dienst mit dem Blog beendet. Hier nun die Bilder nachträglich.
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Ankunft der Wölflinge

Früchtenicht Rike, 07.07.2011 02:24
„Hoch auf dem gelben Wagen sitz ich beim Schwager vorn. Vorwärts die Rosse traben, lustig schmettert das Horn. Felder, Wiesen und Auen, leuchtendes Ährengold. Ich möchte so gerne noch schauen, aber der Wagen, der rollt.“

Der heutige Tag ist von der Vorfreude auf die ankommenden Kinder geprägt.
In den frühen Nachmittagsstunden wird es plötzlich munter auf dem Platz: die ersten Sippen kehren zurück. Sie sind alle fröhlich, größtenteils gesund und überwiegend dreckig. Sofort werden wir mit atemberaubenden Berichten überhäuft, die von tollkühnen Aktionen zeugen und mit Wildschweinen und der Hauptstadt zu tun haben. Aber davon mehr in den nächsten Blogs. Die Sipplinge und Sippenleiter beginnen sofort damit, sich und ihre Fahrtenhemden zu waschen - alle wollen sich für die Ankunft von ihrer besten Seite zeigen.

Und dann ist es so weit: Trompetensignal! Der Bus hat die Autobahn verlassen. Ein ausgewählter Tross von Mitarbeitern macht sich im Laufschritt auf den Weg nach unten und nach nicht einmal fünf Minuten kommt der große, schwarze Bus um die Kurve. Eine La Ola aus der Reihe der Akelas und schon steht die Lagerleitung im Bus und begrüßt die Ankömmlinge, die daraufhin auf den Lagerplatz geführt werden. Nach einer großen Lagereröffnung mit „Herr wir stehen Hand in Hand“ geht es daran, die Zelte zu beziehen und sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen. Überall begegnen einem nun kleine, süße Gesichter, die vor Glückseligkeit strahlen. Sie haben tausend Fragen („Aus welchem Stamm bist du denn?) und tausend Geschichten („Der Bus ist auf die Raststätte gefahren und dort hätte ich fast mein Essbesteck vergessen“), die wir alle gerne hören wollen.

Nach dem hervorragenden Abendessen endet dieser Tag mit Lagerfeuern in den Dörfern.
Wir freuen uns sehr, dass wir nun komplett sind und verabschieden uns bis morgen mit den allerbesten Grüßen!

„Flöten hör ´ ich und Geigen, lustiges Bassgebrumm, junges Volk im Reigen tanzt um die Linde herum Wirbeln wie Blätter im Winde, jauchzt und lacht und tollt. Ich bliebe ja so gern bei der Linde, aber der Wagen der rollt.“

Sondermeldung

Oliver Harder , 06.07.2011 13:00
„Langeweile ist ausgebrochen in der Stadt – oder auf dem Lagerplatz“ (frei nach Hannes Wader)


Sondermeldung - Dienstag, der 5. Juli:

Nachdem unser Küchenpersonal und Cheftechniker ihre Arbeit in vollem Umfang und zur allseitigen Zufriedenheit erledigt hatten, kam Langeweile im Lager auf. Und wenn man Langeweile hat, dann kommt einem so manche Idee:

Im 120 km entfernten Nachbarlager der befreundeten Kirchengemeinden aus dem Kieler Raum und der „Westregion“ stand ein Tagesausflug nach Coburg an. Schnell war der Plan geschmiedet und es stand die Frage im Raum, wie viele Platzwachen sie wohl zurückgelassen hatten.

Egal, wie viele es sein sollten, wir hatten einen Plan: Unser „Cheftechniker“ Matze wollte auf dem Rückweg von einer Dienstreise seiner „Tochter Marlies“ ein Geburtstagsgeschenk vorbei bringen. Leider hatte er ja keine Ahnung vom Freizeitablauf und wusste also nicht, wo er seine Tochter Marlies finden sollte. Es gab auch keine wirkliche Lagerwache - komisch - oder haben wir sie übersehen?

So musste der arme Matze nun durch das ganze Lager irren und fand seine Tochter nicht. Schlussendlich wurde das Geschenk an die Tür des vermuteten Lagerbüros im Haupthaus angehängt und der Platzwart vom „Sauloch“ gebeten, Marlies ganz liebe Grüße auszurichten.

Leider konnte Matze den Lagerplatz aufgrund des sehr schlammigen Geländes nicht ohne Spuren hinterlassen…

Natürlich rechnen wir nun mit einer Reaktion aus der Coburger Region. Aber pass Achtung! Wir haben hier auch so unsere Problemchen, und zwar mit nächtlichen Borstenviehbesuchern, die wir allerdings für unsere Zwecke dressieren konnten. Wieder einmal war es unser „Cheftechniker“, der sich in angemessener Kleidung unter die Rotte mischte, sich mit der Leitbache anfreundete und so nun für den nächtlichen Schutz des Lagers sorgt.

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Klar Schiff in Franken!

Oliver Harder , 06.07.2011 00:12

„Wenn die Zeit gekommen ist an die Arbeit dann zu geh´n, wenn die Zeit gekommen ist für die Tat, ja dann bauen wir, ja dann werken wir, ja dann schaffen wir den ganzen Tag.“

Heute Morgen empfängt uns die Küche auf dem Hauptlagerplatz mit Rührei zum Frühstück und erntet selige Gesichter. Den Vormittag über verbringen wir mit arbeiten, bauen und werkeln. Hier wird die Bühnenkulisse fertig gestellt, dort werden für das Theater Rüstungen und andere Verkleidungen gebastelt. Eine Schmiede für Automatix nimmt Gestalt an und schlussendlich wird das Materialzelt auf geräumt.

Bente und Markus machen sich auf den Weg nach Ulm, um in Ulm und um Ulm und um Ulm herum unseren Toilettenwagen abzuholen. Wusstet ihr, dass das Ulmer Münster mit 161,53m den höchsten Kirchturm der Welt hat? Die beiden haben sich das genauer angeschaut und sind die 756 Stufen hinaufgestiegen.

Nachmittags gibt Philipp als alter Hase Nachhilfe im Aufbauen einer S-Kohte und danach findet eine ausgiebige Bläserprobe statt.

Und nachdem nun auch der Toilettenwagen da und in Betrieb ist, stellen wir fest: Wir haben noch 24h Zeit und uns ist langweilig.
Kinder, kommt, denn es ist alles bereitet und wir freuen uns auf euch!

„Wenn die Zeit gekommen ist, für ein herrliches Getränk, wenn die Zeit gekommen ist für den Tschai, ja dann feuern wir, ja dann kochen wir, ja dann trinken wir die ganze Nacht.“


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Endlich Sonne am Horizont!

Oliver Harder , 04.07.2011 23:00
„Was ist es, was mich singen macht? Leis klingt der Saiten Silberstahl.“


Dies ist ein wunderbarer Tag! Das Wetter verwöhnt uns heute geradezu, denn wir haben es trocken und eine Temperatursteigerung von 8 auf 21 Grad. Überall sieht man fröhliche Gesichter, es wird gesungen, geräumt, gelacht und gegessen. Und auch von den Sippen hören wir weitestgehend nichts, was ja immer ein gutes Zeichen ist. Eine Sippe hatte eine Abordnung zurück auf den Lagerplatz geschickt, um eine Gitarre und Liederbücher zu holen - sie hatten das Singen vermisst.

Inzwischen nimmt der Lagerplatz weiter Gestalt an: eine gemütliche Lagerfeuerstelle wird eingerichtet, die kunstvoll gestaltete Bühnenkulisse wird aufgebaut und hier und da wachsen weitere Kohten aus dem Gras.
Auch der Kiosk bereitet sich auf die baldige Ankunft der Kinderscharen vor, indem zum Beispiel der Kinder liebste Leckereien gekauft, sortiert und verstaut werden.
Außerdem wird unter Einsatz des eigenen Lebens eine Kletterstrecke am Gothenstein eingerichtet.

Wir, die wir auf dem Platz zurückgeblieben sind, genießen nun den Abend am Lagerfeuer mit Fahrtenliedern, Geschichten und Gesprächen.
Wir wünschen euch allen einen ebenso schönen Abend, wie wir ihn haben!


„Ich freue mich auf jede Nacht am Lagerfeuer zugebracht, mit Liedern ohne Zahl.“

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Aufbruch zur Sippentour in die Fränkische Sc

Oliver Harder , 03.07.2011 23:36
„Müde und schwer zieh´n die Wolken dahin, der Asphalt scheint so schwarz und die grauen Nebel zieh´n.“

Der Wetterbericht des heutigen Tages:
1.00 Uhr: einsetzender Regen; 1.30 Uhr: stärkerer Regen; 3.00 Uhr: Westwind, relative Luftfeuchtigkeit: 88%, Tendenz steigend.
5.10 Uhr: der vorhergesagte Sonnenaufgang verbirgt sich hinter dem wolkenverhangenen Horizont; unaufhörlich trommelt der Regen auf die Zeltplanen.
6.00 bis 23.00 Uhr: das Wetter hält sich (in seinem bisherigen Zustand, wohlgemerkt) unterbrochen von gelegentlichen, kurzen Regenpausen.

Davon jedoch lässt sich der tapfere Pfadfinder nicht abschrecken. Nach dem gemeinsamen Frühstück heute Morgen um 8.30 Uhr beginnen 19 Sippen damit, sich für eine viertägige Wanderung in der Fränkischen Schweiz bereitzumachen. Es werden Kohtenplanen verstaut und Essensrationen „gebunkert“ (Anmerkung der Lagerleitung); Toilettenpapier (wurde mehrfach gebunkert), Zeckenkarten und Erste-Hilfe-Taschen dürfen auch nicht fehlen - und nicht zu vergessen: die Bargeldration! Aufgrund von nicht enden wollenden Wolkenbrüchen (siehe oben) wird die Abreise auf den Nachmittag, 14.00 Uhr, verschoben. Auch diese geschenkte Zeit wird nicht vertan, sondern mit Kartenspielen, ausgiebiger Morgentoilette oder dem fachgerechten Einstellen von Wanderrucksäcken verbracht. Der ein oder andere Pfadfinder nimmt noch Lines Hilfe in Anspruch, um sich die Schuhe zubinden zu lassen. Der Selbstversuch hätte laut eigener Aussage mit einer Schildkröten-Hilflos-Stellung auf dem Rücken geendet.

Um 15.00 Uhr sind sie in alle Himmelsrichtungen auseinandergestoben. Eine himmlische Ruhe, von Rauch-/Regen-/Nebel-Schwaden unterstützt, legt sich auf den Platz und das Lagerbüro und weitere Verbliebene legen sich zu einer kurzen, wohlverdienten Mittagsruhe danieder (15.30 bis 18.00 Uhr!).

Um 19.30 treffen wir uns in einer übersichtlichen Runde in der roten Jurte und nehmen unser Abendbrot ein. Den Rest des Abends verbringen wir mit Aufräumarbeiten und Organisatorischem. Was das Wetter angeht, sind wir „tapfer, fröhlich und unverzagt“. Wir machen einfach Feuer ohne Ende und das können wir!

Wir freuen uns auf alles, was da kommt und senden euch die besten Grüße!

„Ich singe laut von der Sonne des Herrn, die trotz Wolken mir scheint, die trotz Nebel mir nicht fern. Herr ich lobe dich, denn du erwärmst auch mich! Dein Licht ist für mich da - Halleluja!“



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Vorkommando und Ankunft der Sipplinge

Oliver Harder , 03.07.2011 00:18
Sommerlager in der Fränkischen Schweiz - Bericht 1. und 2. Tag

„Wir wollten mal auf Großfahrt geh´n bis an das End der Welt. Das fanden wir romantisch schön, mit Kochgeschirr und Zelt!“
Weil Kochgeschirr und Zelt heute schon lange nicht mehr genügen, sind wir schon die letzten zwei Wochen mit Packen beschäftigt. Zwei LKW-Ladungen voll waren es am Ende. Um 20.00 Uhr waren die Luken dicht und die LKW auf der Bahn. Nur zehn Stunden später folgten 3 Kleinbusse voller hoch motivierter, junger Pfadfinder (und Olli) auf dem Fuße um nach reibungsloser Fahrt von der Arbeit in Form der LKW empfangen zu werden, diese in der Rekordzeit von 1h 15min komplett zu entladen, besenrein zu machen, umzulackieren, mit einem neuen Kennzeichen zu versehen und in die Tschechei zu verkaufen … - Ok, wir übertreiben ein wenig! In Wirklichkeit wurden sie in einwandfreiem Zustand von Freunden zurück nach Hamburg gefahren.
Das Vorkommando hat unbeirrt das Anfangstempo beibehalten und bis 21.00 Uhr das Basislager (Küche, Lagerbüro, Sanität und Co.) aufgebaut. Den Rest des Freitages und den frühen Beginn des Samstages wartete man auf weitere Verstärkung des Vorkommandos, die dann nachts um 2.10 Uhr ihrem Reisebus entstieg. Diese Gruppe hatte sich offenbar entschieden, auf der Fahrt sämtliche verfügbare Verkehrsstaus (A7, A2, A14, A9) mitzunehmen und die Reisezeit so um 3h zu verlängern. Die darauffolgende Nachtruhe wurde dankbar angenommen.

Neuer Tag (Samstag, 2. Juli 2011): Während man auf dem Lagerplatz friedlich schlummert und sich wohlmöglich noch einmal umdreht, startet um 7.30 Uhr in Jevenstedt der erste Bus mit Sipplingen. Über Kiel und Wasbek macht dieser sich auf den Weg gen Süden und trifft auf der Autobahnraststätte auf das um 10.00 Uhr gestartete Henstedter Pendant.

Zwischendurch am Gothenstein: Das nun vollständige Vorkommando sammelt sich allmählich um nach einem gemeinsamen Frühstück das Gros des Schwarzmaterials hochzuziehen.
Den Abschluss des Schaffens bildet letztlich der freudige Empfang der beiden Sipplings-Busse. Nach einem Willkommensgruß und dem gemeinsamen Abendessen (Gyrossuppe – saulecker – Danke, Max!) finden alle ihre Schlafplätze und verbringen den Abend in guter Gemeinschaft mit Liedern am Lagerfeuer. In Vorfreude auf alles, was noch kommt, verbleiben wir mit einem herzlichen „Grieaß di Gott“ aus dem „Frängischn an oalle die wo Dahoam blieam san“.


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