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Sommerlager 2009 - Gillastugan

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Gillastugan, Sverige, 19.07.2009 - 31.07.2009
Gemeinsames Sommerlager der Stämme Angeln-Süd, Ascheberg, Boostedt, Harrislee, Schobüll, Sterup und Wilstermarsch.

Die Siedler kehren heim

Pastor J.P. Strelow , 30.07.2009 18:30
Zunächst die allerwichtigste Nachricht: AUSLADEN der LKW´s am SAMSTAG um 10.00 Uhr in Sterup. WIR BRAUCHEN EURE HILFE!!! Eltern, kommt und helft uns!

Nun zum abschließenden Bericht:

Morgen fahren die Siedler von Gillastugan wieder nach Hause. Erfüllte Tage liegen hinter uns. Die Berichte aus den Dörfern erzählen von den vielen Erlebnissen, die nun auch die letzten Tage reich gemacht haben.

Für die zentrale Berichterstattung in unserem Reisetagebuch möchten wir den Blick nur noch auf zwei Besonderheiten lenken:
1. Ein „Überfall“ (?)
2. Taufen im Trichtersee

1. Ein „Überfall“: Unsere Leute haben in der vergangenen Woche dem Kirchbarkauer Lager in Mosshemmet einen nächtlichen Besuch abgestattet, wir berichteten. Natürlich erwarteten wir nun einen freundlichen Gegenbesuch, und den erwarteten wir in der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag. Und damit wir nicht gänzlich überrascht werden von einem möglichen überraschenden Besuch, präparierten wir uns ein klein wenig. Das riesige Eingangstor zum Lager wurde durch ein Tarnnetz verhängt, an alle Ecken der Straßen und Wege legten sich ein paar Leute und versteckten sich dort. Das Hinweisschild zu unserem Lager wurde kurzerhand umgedreht und zeigte in die falsche Richtung (Was sind wir böse…?). Eines unserer Autos, fieserweise eines mit einem holländischen Kennzeichen, fuhr unmotiviert durch die Gegend. Um den einzigen Eingang zum Lagerplatz herum lagen etwa 50 Leute in einem großen Kreis im metertiefen Gras. Geheimzeichen wurden vereinbart.
Irgendwann kam die Meldung: Der Adler ist gelandet. Tatsächlich versuchten doch zwei Kirchbarkauer VW-Busse, den Weg zu uns zu finden. Die Besucher versteckten ihre Autos in einem Seitenweg, und machten sich still schleichend auf den verkehrten Weg… das gab uns die Gelegenheit, erst einmal die Nummernschilder dieser Autos sicher zu stellen. Unser „holländisches“ Auto bot den Pfad-Suchern freundlich und hinterhältig Hilfe an, böserweise auch noch auf dänisch… Na ja, und wir alle im Lager waren immer bestens informiert über alle Bewegungen draußen im Gelände und warteten gespannt, ob die Besucher den Weg doch noch finden würden. Was sie nicht taten. Also wurden sie dann freundlich zum Lagerplatz geleitet und staunten nicht schlecht über unsere Vorbereitungen. Es war dann ein sehr lustiges und freundliches Wiedersehen mit alten Freunden, die nächtlichen Abenteuer wurden berichtet, es gab noch ein paar Leckereien und schließlich ein zünftiges Feuerspucken. Am nächsten morgen brachen unsere Freunde dann wieder auf nach Mosshemmet auf. Es war schön mit Euch, Jona und Jan-Henning und David und Co!


2. Taufen im Trichtersee: Gestern abend feierten wir unseren dritten Gottesdienst. Und der war sehr besonders. Wir wanderten nach dem Abendbrot zu einem wunderbaren Trichtersee mitten im Nationalpark. Dieser See ist umgeben von hohen Bergwänden. Dort stellten wir uns mit allen 330 Leuten in einem großen Kreis am Ufer auf. Eine große Stille erfasste uns alle. Die Osterkerze stand am Ufer mitten im Seewasser. Von dieser Kerze aus wanderte das Licht am Ufer entlang um den See herum: „Christus ist Dein Licht!“ Das Licht wurde von einem zum nächsten weitergegeben. 330 Kerzen entzündeten sich und spiegelten sich in dem spiegelglatten schwarzen Wasser des Sees. Psalmen und Lieder hallten von den Felswänden zurück. Als die Kette der Christuslichter geschlossen war, wanderten alle zurück zur Osterkerze und sammelten sich um acht Täuflinge, die aus allen Stämmen kamen und dann im Schein der vielen Kerzen im See getauft wurden. Der Name jedes Täuflings wurde in die Nacht gerufen: „Merve ist getauft!“ Und dann antworteten alle, und ein langes Echo schallte zurück über den See: „Halleluja!“ Taufkerzen und weiße Taufkleider wurden verteilt. Wir sangen, wir beteten, wir gingen still und irgendwie tief ergriffen durch den Wald wieder zurück zum Lager.


Und heute, am Donnerstag, haben wir begonnen, das Lager niederzulegen. Die Türme wurden abgebaut, große Zelte vor dem angekündigten Regen gerettet, und nun nach Käsespetzle dampft der ganze Platz, denn die Sonne hat den Regenwolken nur einen halbe Stunde das Terrain übergeben, und es trocknet wieder ab. Wir werden heute noch einen bunten Abend feiern, und morgen nach dem Schlusskreis, nach „Nehmt Abschied, Brüder“, nach Segen und „Allzeit bereit“ werden wir irgendwo auf dem Platz einen Stein mit einem Kreis drumherum platzieren. Das ist das alte Waldläuferzeichen von Baden-Powell:

Wir haben unseren Auftrag erfüllt und sind nach Hause gegangen.
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Bericht aus Harrisbüll - nun ist es

Pastor J.P. Strelow , 30.07.2009 14:30
Morgen geht es zurück. Dann hat uns der Alltag wird. Nicht nur die Uhrzeit schreitet schneller voran, sondern man weiß teilweise auch nicht, welcher Wochentag ist.
In diesem Sommerlager gab es viele Höhen und Tiefen, stimmungsmäßig und auch gesundheitlich. Diese Stimmungsschwankungen kamen auch oft daher, dass es o viel geregnet hat.
Trotzdem hatten wir in unserem Dorf „Harrisbüll“ viel Spaß, weil sich untereinander viele Freundschaften gebildet haben und/oder vom letzten Sommerlager weiter aufgebaut wurden. Viele Freundschaften gingen auch Stämme übergreifend, worüber alle ziemlich glücklich sind.
Durch die vielen Freundschaften wurde unsere Dorfgemeinschaft gestärkt.
Die Ausflüge und die tollen Lagerfeuerabende waren immer sehr gut organisiert und haben uns allen ganz tolle Erlebnisse bereitet.
Auch die drei kreativen Gottesdienste in diesem Lager waren interessant und haben den Glauben vertieft. Viele Gottesdienstteile wurden, gerade für die Jüngeren, verständlich dargestellt und erklärt.
(Isa und Lina)
Mit diesen Worten verabschieden wir Harrisbüller uns aus Gillastugan. Ein Lager, das viele Spuren hinterlassen hat, liegt hinter uns. Kinder, Mitarbeitende und auch teilweise das Material sind erschöpft. Experimente haben wir gewagt und so einen stimmungsvollen und bewegenden Taufgottesdienst am Trichtersee erlebt. Zusammen mit unseren beiden Täuflingen Mia und Lasse nehmen wir diese stärkenden Eindrücke mit. Unsere Grenzen haben wir kennen gelernt, manchmal auch überschritten und daraus gelernt. Die Idee für einen gemeinsamen Fahrtenwimpel nimmt immer konkretere Formen an. Und unsere Jugendlichen schmieden erste Pläne für einen gemeinsamen Hemdaufnäher.
Nun geht es nach Hause. Die ersten Zelte sind schon abgebaut. Strahlend steht in dem wachsenden Durcheinander ein Junge vor mir: „Du hast mir doch mal gesagt, ich soll mir meine Füße waschen! Guckt mal!“ Ich erinnere mich nicht mehr an die Ansage, die schon mehrere Tage zurück liegen muss, bewundere aber die zwei saubere Füße. Auch das haben wir also einen Tag vor Abfahrt noch geschafft.
Die Siedler aus Gillastagan kehren zurück und haben viel zu erzählen.
(Christian Raap)
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Bericht aus Ascheberg

Pastor J.P. Strelow , 29.07.2009 20:00
Höchste Zeit, dass sich Ascheberg mit einem kurzen, exklusiven Bericht zu Worte meldet: Die Wandertage scheinen schon eine kleine Ewigkeit hinter uns zu liegen. Gleichzeitig rückt das Ende des Lagers in immer greifbarere Nähe. Die Tage dazwischen verbringen wir in intensiver, dörflicher Gemeinschaft, freuen uns daran, dass wir uns alle wiederhaben und kosten die verbleibende Zeit voll aus.

Am Montag stand ein halbtägiger Ausflug nach Helsingborg auf dem Plan. Eine kleine Rallye hat dabei geholfen, die Innenstadt im Handumdrehen zu „erobern“ und in das Grün der Fahrtenhemden einzutauchen. Anschließend war reichlich Gelegenheit, das verbleibende Taschengeld für Chips, Cola, Souvenirs und Postkarten auszugeben oder ganz einfach der magischen Anziehungskraft von Mc Donalds nachzugeben.

Gestern haben wir uns dann aus der zentralen Verpflegung ausgeklinkt und selber auf unseren nagelneuen, schmiedeeisernen Bratpfannen über dem offenen Feuer gekocht. Das scharf angebratene Fleisch wurde anschließend zu herzhaften „Schweden-Dönern“ verarbeitet, die allen sehr geschmeckt haben. Das war gleichzeitig auch eine gute Stärkung für die anschließende Kanutour mit dem gesamten Stamm auf der Rönneau. Das beschauliche Flüsschen schlängelt sich gemächlich mit der ein oder anderen „Stromschnelle“ durch die herrliche Landschaft von Südschwedens Schonen und hat alle ganz verzaubert. Die gemeinsamen Stunden haben wir bei allerbesten Wetter sehr genossen und nicht nur unsere Kanus sonder auch Seelen treiben lassen.
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Abenteuerliche Kanufahrt

Pastor J.P. Strelow , 28.07.2009 00:51
Frohen Mutes und voller Hoffnung unseren ersten regenfreien Tag zu erleben, sind wir zu sechst am Samstag den 25.07.09 mit dem Kanu in Stockamöllan gestartet. Anfangs ging es durch ein sehr ruhiges Gewässer und wir hatten viel Zeit unsere gute Laune durch eine Vielzahl an Liedern hinauszubrüllen! Doch schon kurz darauf begannen die ersten Stromschnellen. Leider war es während der Stromschnellen oftmals so flach, dass das Kanu entweder auflief oder wir zwischen den vielen kleinen Findlingen stecken blieben. Das fanden insbesondere zwei Steruper Mädels extrem anstrengend, da es nicht wirklich voran ging. Aber als es hieß aus dem Kanu auszusteigen, um es von den Steinen loszulösen, waren sie wieder Feuer und Flamme. Irgendwann sind wir dann allesamt, während unseres steinigen Slaloms ins Wasser abgerutscht, da der Fluss plötzlich und völlig unvorhersehbar an Tiefe gewann. Pitschnass ging es dennoch weiter und die nächste Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten. Auf dem Weg zu unserer Anlegestelle begann ein Gewitter. Ende war es mit dem guten Wetter. Der Regen strömte nur so. Und zur Erinnerung, wir waren auf dem Wasser, rundherum Wiese und Wald und das Gewitter rückte näher. Wir fühlten uns so sicher, dass wir unser bereits eingespieltes Schneckentempo zur Rekordgeschwindigkeit ausbauten! Unsere Kanutour ging etwa vier Stunden durch einen wunderschönen Teil Schwedens. Urig wirkende Bäume hingen ins Wasser und zwischendurch grüßte uns eine Kuh von der Wiese aus zu. Verfolgt von einem sehr anhänglichem Fischreiher sind wir irgendwann in Forestad angekommen. Wir alle waren trotz des Regens absolut begeistert von der Landschaft. Auch wenn uns tierisch kalt war, verließ uns unsere gute Laune die ganze Fahrt über nicht.

Stephanie Wilhöft

Bericht aus Angeln-Süd

Pastor J.P. Strelow , 28.07.2009 00:20
Hier kommt endlich der langersehnte Bericht von Angeln Süd.

Wir verleben hier einige sehr schöne Tage. Unser kleines Dorf liegt auf dem Platz „Dalarna“. Wir haben schon einige (zum Teil noch unfertige) Lagerbauten erstellt. Die Kinder spielen sehr schön miteinander.

Heute scheint direkt mal die Sonne. Selbst der Regen kann uns nicht mehr schocken.

Es liegen jetzt die Wandertage hinter uns. Alle Kinder und Jugendlichen sind mindestens drei Tage gewandert und waren somit zwei Nächte vom Lagerplatz. Wir haben im Nationalpark wahnsinnig schöne Natur erlebt. Dort gibt es tolle Rastplätze mit Holzhütten und Feuerstellen, die man frei benutzen kann. Eine Wandergruppe (Jonas Z., Sönke, Joshua, Patrick) zum Beispiel wurde von Schweden zum Essen ins Haus eingeladen, obwohl sie sich nur in der Garage zum Regen unterstellen wollten. Andere haben Abende mit Lagerfeuer mitten im Wald erlebt. (Nachts haben „die Riesen gekegelt“, aber das hat uns nicht weiter gestört.)


Alle werden viel zu erzählen haben, wenn wir wieder zu Hause sind. Hier einige Stimmen:

Silas, Alex, Stefan, Gesa…:„Wir hatten beim Wandern eine gute Stimmung. Wir haben gesungen, gelacht, Witze erzählt uns geärgert…Die Schlucht, die Klippen waren besonders geil. Es ist dort wie im Urwald.“

Eric: „Es war lustig in einer Garage unter einem Anhänger zu schlafen.“

Silas: „Wir sind gekentert. Ich fand es cool, die beiden anderen aber nicht.“

Jasmin: „Schwedische Steine mag ich nicht. Die stellen mir immer ein Bein.“

Chrisi: „Die Gottesdienste machen besonders viel Spaß.“

Tessa: „Das Essen ist super, ich esse viel mehr als zu Hause.“

Jeldrik: „Das Bauen macht richtig Spaß. Unser Koloss ist fast fertig.“

Marit: „Wir sind alleine gewandert, das war etwas gruselig. Aber wir haben viele nette Leute getroffen.“
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Harrisbüll - Immer noch ist alles gut

Pastor J.P. Strelow , 26.07.2009 18:30
Am 4. Tag des Lagers haben die Wandertage begonnen. Morgens hat es noch in Strömen gegossen, weswegen viele Gruppen nicht los gewandert sind. Doch im Laufe des Tages haben die meisten Gruppen aus Harrisbüll mit ihrer Wanderung begonnen. Wir berichten jetzt von unserer mehrtägigen Kanutour. Wir, das sind Mia, Sara, Maya, Medina und Charlotte.
Am ersten Tag sind wir noch mit Franzi und Leonie gefahren, die abends abgeholt wurden. Mittags sind wir losgefahren. Es gab allerdings noch eine Verzögerung, da wir ein Loch in unserem Kanu hatten. Auf der Strecke waren sehr viele Stromschnellen. Teilweise mussten wir aussteigen, da wir auf Steine raufgefahren sind, und unser Kanu mit der Hand weiterschieben. Wir 5 sind abends um 8 Uhr an einem Schlafplatz mit Unterstand angekommen. Wir haben uns Nudeln mit Tomatensoße gekocht, aber wir hatten so viel, dass wir gar nicht alles aufessen konnten. Am nächsten Tag war die Schale von Sara ausgeleckt, obwohl sie am Abend noch voll mit Nudeln war. Wir vermuten, dass es ein Waschbär aufgefressen hat. Am nächsten Tag konnten wir endlich einmal ausschlafen. Wir sind um 10 Uhr losgefahren bis nach Ljungbyhed, einer Kleinstadt, dort haben wir keine Anlegestelle gefunden. Also sind wir in eine Schilfinsel rein gefahren. Maya, Sara und Mia sind von dort aus zum Ufer gewatet und in einen fremden Garten gegangen. Die Frau, die dort gewohnt hat, war sehr nett. Sie hat uns Wasser gegeben und uns den Weg ins Zentrum erklärt. Dort konnten wir einkaufen und uns die Stadt angucken. Medina und Charlotte haben auf die Kanus aufgepasst. Als wir gerade alle weiterfahren wollten, begann ein sehr starkes Gewitter. Dabei mussten wir Kanu fahren. An dem Tag sind wir länger als erwartet gefahren. Die anderen haben nichts geahnt. Wir, Medina und Charlotte, wollten die Strecken vom nächsten Tag schon heute fahren, da es die ganze Zeit geregnet hat, und die anderen damit überraschen. Als wir am Ende waren, haben wir im Lagerbüro angerufen, dass wir schon da sind, damit sie uns abholen. Die anderen wussten immer noch nichts davon. Sie haben aber schon angefangen zu nörgeln, dass wir die Tour abbrechen sollen. Als wir ihnen die Wahrheit gesagt haben, haben sie sich riesig gefreut. Wir alle haben uns super verstanden und hatten echt viel Spaß zusammen Was wir von den anderen Wanderungen gehört haben, hat sich auch ziemlich spannend angehört. Alles in allem haben sich die Wandertage wirklich gelohnt.
(Medina und Charlotte)

Und wir, die wir zu Hause geblieben sind:
ausschlafen; in der Sonne liegen; um 11 Uhr kommen unsere netten Küchenfrauen mit dem Frühstück, das wir vorher per Funk bestellt haben (die Anschaffung macht sich jetzt so richtig bezahlt); ein paar Runden UNO spielen; zuschauen, wie die Lagervogtei unsere Zelte abspannt (es soll ein windiger Regenschauer kommen); zwischendurch mal den Waschraum von innen ansehen (das kühle Wasser tut gut nach dem Sonnenbad); als die Küchenfrauen das Frühstücksgeschirr abholen, erfreuen sie uns mit einem erfrischenden Kirsch-Bananen-Saft (auch an Eiswürfel und Strohhalm haben sie gedacht – sie sind so gut zu uns); als warmes Essen wünschen wir uns Kartoffelsuppe und hinterher Milchreis mit Kirschen; jetzt ein bisschen die Augen schließen und den Vögel und dem leise rauschenden Blätterwald zuhören; die Gedanken wandern auch zu denen, die sich da draußen abplagen zu Fuß oder im Kanu; irgendjemand meint, nun ist es soweit: das Essen ist fertig; auch heute lässt es die Küche an nichts fehlen; danach macht die Lagerleitung noch ein bisschen Programm (sie legen sich unheimlich ins Zeug, Lieder und Spiele bringen uns so richtig in Fahrt); erfüllt kehren wir nach einem Sundowner-Tschai in das Dorf zurück; Dunkelheit senkt sich langsam auf uns; was für ein schöner Tag ...
A U F S T E H E N – eine laute Stimme dringt in mein Ohr – aus der Traum,
ein neuer Tag beginnt erst...
Alles nur ein Traum?
Einiges schon, aber
* das Lager läuft gut weiter in diesen Wandertagen, * die ersten Gruppen kehren wohlbehalten, erschöpft und erfüllt mit vielen schönen Erlebnissen von ihrer Wanderung zurück, * gerade unser Kinder, die hier das erste Mal auf großer Fahrt sind, machen sich alle ausnahmslos gut, * unsere Küchenfrauen sind einfach klasse (heute gibt es für über 200 Leute frische Bratkartoffeln – muss ich noch mehr sagen), * die Organisation im Lager klappt prima (Erfahrung und Improvisation kommen voll zum Zug), * die Kinder sind gut beschäftigt, * unser Koloss von Gillastugan ist fertig geworden (es ist eine Kolossine geworden; unser dritter Siegpunkt im Lagerspiel), * gestern kam der erste Regenschauer erst um 18 Uhr, * und morgen beginnt bestimmt wieder ein neuer Tag.
(Christian Raap)
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Die Siedler wandern durch die Wildnis

Pastor J.P. Strelow , 26.07.2009 01:43
Also, kommen wir zuerst einmal zu unseren Überfällern, wie versprochen (siehe unten, Bericht 4), die sich vorgestern nach Mosshemmet aufgemacht haben, um Ulli Schwetaschs Lager zu „besuchen“. Sie haben tatsächlich den Lagerplatz gefunden, sich im Dunkeln durchs Dickicht gerobbt, an den Fahnenmast geschlichen und dann dort ein gewaltiges Spektakel mit Feuerspucken und anderen akrobatisch-eindrucksvollen Künsten veranstaltet. Irgendwann kam eine Nachtwache vorbei und fragte, was die denn da täten und wollten. Als die minder erstaunten und gelassenen Nachtwachen dann erklärt bekamen, dass dieses hier nun ein Überfall sei, sind sie erst einmal wieder von dannen gezogen und haben ihre bereits schlafenden Chefs geweckt. Die sorgten dann für ein wenig zu essen und zu trinken und drückten ihr Bedauern darüber aus, dass das Lager relativ leer sei: Man habe in Mosshemmet die Wandertage vorgezogen wegen schlechten Wetters, und die meisten Leute sind unterwegs in der Wildnis, leider…
Na gut, dann fuhren unsere Leute wieder nach Hause, aber unterwegs gab es noch ein kleines visuelles Abenteuer, das unsere Statistik stark aufwertet:

Elche: DREI!!!

Ansonsten: Wir befinden uns mitten in den Wandertagen, und wir erleben glückliche Zeiten. Das Wetter ist zwar launisch und überaus wechselhaft, aber nach heftigen Regenschauern kommen immer wieder sonnige Stunden, und es ist meistens trocken – oder es trocknet wieder… Wir haben noch nichts abbrechen müssen, wir können tun, was wir wollen und sind damit sehr zufrieden.

Ihr zu Hause müsst es Euch so vorstellen, dass momentan im Lager nur recht wenige Pfadfinder sind. Die meisten wandern gerade in kleinen Gruppen durch die schöne Gegend, sie kommen gelegentlich für eine Nacht auf den Lagerplatz zurück, manche verproviantieren sich neu, oder sie geben die Kleinen ab und wandern dann noch eine schnelle Runde durch die Schlucht oder den Skane-Wanderweg. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen auf dem Lagerplatz, und es ist doch sehr viel ruhiger als sonst. Immer wieder einmal werden ein paar Kanuten zur schönen Rönne-Au gefahren, andere werden abgeholt, und wenn wir durch die Gegend fahren, dann sehen wir im Abendnebel immer wieder einmal eine Wandergruppe, die am Flussufer nächtigt und sich gerade ein gewaltiges Lagerfeuer entzündet hat. Die Rauchzeichen im Abendhimmel weisen uns dann schon von weitem den Weg.

Die Wanderer, die wir unterwegs treffen oder die zum Platz zurückkehren, haben Herzen voller Geschichten. Güde und Anne beispielsweise sind mit ihren kleinen Mädels komplett mit eigenem Gepäck drei Tage unterwegs gewesen. Die zweite Nacht verbrachten sie an einem malerischen Trichtersee, der spiegelglatt mitten im Wald liegt und von hohen Felswänden umgeben ist. In der Stille des Abends kann man die fröhlichen Kinder hören, die Feuerholz sammeln und an jeder Ecke der Wildnis etwas Neues entdecken. Ausgelassen und zufrieden bemerken sie ihr eigenes Juchzen, das von den hohen Felsen zurückschallt. Huch, wer ist denn da gerade so glücklich? Sie schlafen tief und lange in einem Holzunterstand, und am nächsten Morgen werden sie von sich putzenden Enten geweckt. Kleiber und Meisen fliegen in ihren Unterstand hinein, und still schauen sie aus ihren Schlafsäcken in diese wunderbare Natur hinein und be-obachten auch noch einen Reiher, der in der Morgenstille dort Fischen geht. Als die Sonne den See erleuchtet, frühstücken sie auf einem Schwimmsteg Brot und Käse und erleben, dass man zum Glück eigentlich nur ganz wenig braucht. Es muss nur das Richtige sein!

Andere Wanderer erleben andere nachhaltige Dinge… Christoph und Malte und Stephan z.B. sind mit ein paar hochmotivierten 13jährigen unterwegs. Die Nacht wollen sie ei einem Bauern verbringen. Der erste Bauer lehnt leider ab, um so freundlicher ist der zweite. Als Christoph in fließendem dänisch darum bittet, ob die Pfadis nicht in einem „Stall“ übernachten dürfen, wun-dert sich der Bauer zunächst, dann willigt er ein. Die Jungs ziehen in einen intakten Kuhstall ein und kochen sich ihre Suppe umgeben von Kuhfladen und dem entsprechenden Geruch. Die Unterkunft ist echt voll Scheiße! Am nächsten Tag fragt die Bäuerin den Bauern voller Un-verständnis, warum die Jungs denn unbedingt einen „Stall“ haben wollten, sie hätten doch viel besser die „Scheune“ haben können. Und seitdem weiß Christoph, dann der Begriff „Stall“ ein anderer ist als „Scheune“.
Wieder im Lager angekommen, beklagt sich Jakob über den bestialischen Gestank, den seine Kinder in ihren Schlafsäcken mit ins Zelt geschleppt haben.

Und Solvej, was hat die so gemacht? Da waren die Wanderer unterwegs und merkten, die angestrebte Übernachtungsstelle ist noch zu weit entfernt. Sie würden es nicht mehr schaffen, 17 Leute in einer kleinen Not. Kurzentschlossen hält sie einen Linienbus an, verhandelt freundlich und hartnäckig mit dem Fahrer, zeigt ihm 34 Kronen (ca. 3,40 Euro), und schlägt heraus, dass er mit diesem schmalen Budget die gesamte Mannschaft zum gewünschten Ort bringt. Frechheit siegt, wenn sie sich zur Freundlichkeit gesellt.

Auf der Rönne-Au konnte man Kaja und ihre jungen Damen beobachten, die ihre Wandertour auf diesem schönen Fluss starteten. Die Boote hingen tief im Wasser durch die Last der Wanderrucksäcke, und dann fuhren zwei Boote immer geradeaus und das dritte immer rechts ins Schilf und links ins Schilf und rechts ins Schilf und links ins Schilf. Auch Kanuwandern will gelernt sein. Diese Wandergruppe werden wir erst am letzten Tag wieder sehen, denn es war ihr erklärtes Ziel, autark zu sein und auf eigenen Füßen zurück zum Lagerplatz zu wandern.

Selbst die Küchendamen und die Technik- und Bus-Herren waren versucht, durch die schöne Natur zu wandern, was ihnen allerdings nur nass gelang. Mitten in der Schlucht lernten sie, dass man derzeit in Schweden ohne Regenkleidung nicht so gut beraten ist.

In den Dörfern auf dem Platz wurden heute abend in den Zelten an den Lagerfeuern die Abenteuer erzählt. Alle versammelten sich müde und irgendwie sehr froh ums große Lagerfeuer, sie rückten heute sehr dicht zusammen, sangen lauter als sonst, und wurden dann stiller als sonst und lauschten ganz andächtig, wie Marie und Mirko und Oke und Arne voller Stolz und mit bebender Stimme der Fahrtenfamilie berichteten, was sie so erlebt haben.

Der bunte Strauß der Erzählungen wurde dann durch Anne zusammengebunden, die diesen vielen prägenden und schönen Erfahrungen einfach die Schöpfungsgeschichte der Bibel hin-zufügte. Selten klangen diese alten Worte so eindrücklich: Und Gott schuf Himmel und Erde. Und siehe, es war sehr gut.
„Und wir haben das in diesen Tagen erlebt und sind mitten drin in dieser schönen Schöpfung und danken Gott dafür.“ Recht hat Anne!

Lieber Gott,
wir danken dir für alles Gute und Schöne, was du uns geschenkt hast.
Für die wunderschöne Natur und die tollen Erlebnisse, die wir hier erleben dürfen.
Wir danken dir für unsere Gemeinschaft hier und dafür, dass du uns spüren lässt, dass du bei uns bist.
Wir bitten dich für alle Wandergruppen, die noch unterwegs sind,
dass auch sie den Blick für alles Schöne, was du uns schenkst, haben und gesund und munter hier wieder ankommen.
Außerdem bitten wir dich auch für alle, die wir lieb haben. Sei bei Ihnen und behüte sie vor allem Schaden.
Amen
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Bericht aus der Wilstermarsch II

Pastor J.P. Strelow , 25.07.2009 09:30
Liebe Grüße aus dem Dorf Wilmastugan!

Die Telefonkette am Mittwoch ist leider sehr spät am Abend losgeschickt worden. Das tut uns sehr leid. Aber wir haben hier eine eigene Welt und auch eine eigene Zeit. Die Uhren wurden um eine Stunde zurückgedreht, damit es abends für ein Geländespiel dunkler ist.

Gestern war für uns (David, Lars, Belinda und Silke) ein wirklich toller Tag. Wir hatten von unseren Mitarbeitern am Nachmittag frei bekommen und waren in der Stadt. Auch eine Gruppe unserer Kinder trafen wir dort, denn die Wandertage gingen gestern los. Sie hatten einen kleinen Umweg durch die Schlucht genommen und sich wohl ein wenig überschätzt, sodass sie von dort abgeholt werden mussten. Heute Nachmittag um 14.00 Uhr ist die Gruppe von Malte, Laureen und Denise mit Mareile, Thore R., Tim, Henning und Vincent auf 3-Tage-Wanderung gegangen. Es ist das erste Mal, dass eine Gruppe von Jugendlichen aus der Wilstermarsch eigenständig so lange wandern geht. Schon ein seltsames Gefühl, aber sie sind mit einem Notfallhandy ausgestattet. Die schaffen das schon!!!

Unsere Traumfänger- und Nagelbild-AG´s laufen sehr gut an. Es entstehen viele Kunstwerke. Und dann sind da natürlich immer wieder die fleißigen Holzarbeiter, die von morgens bis abends arbeiten (müssen). Wir haben auch fleißige Baumeister. Es wurde schon passend zum Spiel ein Altar und der Koloss von Gillastugan aus den gewonnenen Rohstoffen begonnen bzw. fertiggestellt.

Zum Zustand der Kinder können wir sagen: Außer einiger Blasen vom Wandern oder Holzhacken, Mückenstichen, Schürfwunden, Brandblasen und diverser Zeckenbisse geht es allen Kindern sehr gut. Wir freuen uns alle über die zahlreichen Pakete, Briefe und Postkarten und über viele weitere (WilMa führt J). Macht weiter so!

Die nächsten Tage werden wir uns nicht melden, weil wir alle unterwegs sind. Aber glaubt uns bitte: Es geht uns sehr gut.
Also nochmals liebe Grüße

Belinda und Silke

P.S. Das Wetter könnte besser werden – schickt doch etwas Sonne mit!!!
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Die Siedler schwärmen aus... und eine

Pastor J.P. Strelow , 24.07.2009 02:19
Mittwoch, 22. Juli

Der Mittwoch in Gillastugan stand ganz im Zeichen eines Ganztagesgeländespiels: Die Siedler kämpften um die Rohstoffe! Vor dem Mittagessen ging es darum, in insgesamt 14 Stationen, die überall im Wald verteilt waren, elementare Lebensmittel zu ergattern und gegenseitig auszutauschen. Nach dem Mittagsessen wurden die im Wald versteckten Baumeister angelaufen, es musste mit Städten und Händlern gewirtschaftet und Handel getrieben werden, damit die eigenen Siedlungen zu Hause weiter ausgebaut werden konnten. Natürlich wurde ordentlich geschummelt, und die emotionalen Diskussionen über Sieger und Verlierer und über den ungerechten König tönten noch bis in die Nachstunden hinein aus den Jurten und Kohten.
Große Geländespiele klappen eigentlich nie so richtig, sie sind schwierig vorzubereiten, schwer zu erklären und kaum umzusetzen. Dieses Geländespiel für 330 Leute funktionierte hervorragend, alle waren engagiert dabei und kamen erfüllt aus dem Wald zurück. Ein herzlicher Dank gilt Güde und Malte: Eure tagelange Vorbereitung hat sich gelohnt!

Die Siegerehrung geschah dann abends im großen Lagerfeuerkreis bei zünftigen Fahrtenliedern und machen Showeinlagen: Malte, Christoph und Stephan aus Sterup liefen wieder einmal zu musikalisch-theatralischen Höchstleistungen auf und glänzten mit irischen Gröl-Songs zum Mitsingen. Noch besser allerdings war die Spezialbegrüßung der drei Jungs, wobei dann allerdings die artistische und rhythmische Wangen-an-Wangen-Umarmung zu dritt irgendwann bei zunehmender Geschwindigkeit mit einer ziemlich lädierten Nase für Christoph endete. Das allerdings förderte den Unterhaltungswert noch einmal…

Zu den Rahmenbedingungen: Das Wetter war die meiste Zeit über stabil und trocken; während des Geländespiels am Nachmittag gab es einen heftigen Schauer zur allgemeinen Abkühlung, aber das war es dann auch schon. Wir können uns nicht beklagen. Und schon gar nicht, wenn wir ans Essen denken. Gestern wurden 80.000 g Kartoffeln vertilgt und sage und schreibe 3750 Köttbüller. Pfadfinder sind hungrig. Und die Küchenfrauen sind genial!
Krankenstand: Null!
Unfälle: Null!
Zecken: Och, etliche…
Elche: Null!
Mäuse: Einige!
Wildschweine: Keine!
Dreckschweine: Ganz ganz viele…


Donnerstag, 23. Juli

Die Siedler von Gillastugan gehen auf Wanderung.
Am Donnerstagabend liegt der Lagerplatz still und friedlich in seinem Wald. Aus den Kohten und Jurten steigt der Rauch in die feuchte warme Luft, und aus den Zeltdörfern erklingen heute ungewohnt zarte und leise Gesänge in die Nacht hinein. Denn gut die Hälfte der Siedler von Gillastugan sucht sich heute eine Schlafstätte weit entfernt vom Lagerplatz. Die Wandertage haben begonnen. In etlichen Kleingruppen sind unsere Pfadis vom Platz aufgebrochen, um Kanu zu fahren oder den Skane-Wanderweg zu gehen oder die Schlucht Skäralid zu durchschreiten, die mitten im Naturschutzgebiet Söderasen liegt. Jan-Philipp hat den ganzen Tag über die besten Wege auf den Karten gezeigt, Maya hat in bewährter Weise die Planung und Koordination der vielen kleinen Wandergruppen unternommen, und den ganzen Tag über sind dann die Leute vom Platz aus in den Wald und ins Naturschutzgebiet hinein gegangen. Die Vorbereitungen liefen den ganzen Vormittag, seit glücklicherweise die Sonne die Oberhand über den zunächst heftigen Regen gewann. Trangia-Kocher wurden verstaut, Brot gebunkert, Wurst eingepackt, Spiritus in Sicherheitsflaschen gefüllt, Kontaktdaten hinterlassen, Karten gesichtet, und schließlich wurden viele viele Rucksäcke gewogen und dann immer wieder um unnützes Zeugs erleichtert: „Du brauchst kein Duschgel, denn da wo wir hinwandern, da gibt es keine Duschen!“
Es war ein buntes und emsiges und aufgeregtes Treiben auf dem Platz und vor dem Küchenzelt. Jan-Philipp ist inzwischen gemeinsam mit Alex die Wandergruppen abgefahren und hat sich am Abend vergewissert, dass alle eine Übernachtungsstelle gefunden und ein Lagerfeuer entzündet haben. Die Wanderer sind glücklich und voller Erwartungen in die Natur aufgebrochen, und sie werden sicherlich mit besonderen Erfahrungen und erfüllt zurückkommen. Und alle, die noch auf dem Platz sind, genießen die Ruhe und Gemütlichkeit. Im Steruper Zelt z.B. haben wir heute abend endlos lange „Hex Babe, ich liebe Dich“ gespielt, Pfannekuchen über dem offenen Feuer gebraten und gesungen, bis wir müde wurden. Finja hat gemeinsam mit Gianna eine schöne Abendandacht gehalten, und ein wirklich schöner Tag ging zu Ende. Wir sind sehr froh und zufrieden über dieses Lager und freuen uns über so viele kreative Leute auf dem Platz, über so viel freundliche-zupackende Verantwortung überall und über die gute Stimmung, die uns trägt.

Ach ja, und dann sind da noch unser neun Helden, die gerade unterwegs nach Mosshemmet sind und versuchen, dort Ulli Schwetasch und sein Lager zu „überfallen“. Mosshemmt ist 250 km weiter nördlich; dort veranstalten die Kirchbarkauer und Gadelander und einige weitere befreundete Stämme ebenfalls ein großes Zeltlager. Da wir schon zweimal auf diesem schönen Platz waren, dachten wir uns, ein kleiner „Besuch“ dort mit Feuerspucken mitten im Dunkeln und mit der einen oder anderen kleinen freundlichen Überraschung sollte doch kein Problem sein. Denn unser Vorteil bestand doch darin, über die Maßen ortskundig zu sein…

Über die Maßen lustig fanden wir hier auf dem Platz dann allerdings den verzweifelten Versuch der neun Auserwählten, den eigentlich so bekannten Platz zu finden. Pfadfinder finden ja bekanntlich alle Pfade, und das sogar ohne Kompass und Karte, aber wenn dann das Navi schlappmacht, hilft nur noch ein hochnotpeinlicher Anruf zu Hause: „Philipp, wir sind hier in Eksjö, aber wir finden den Platz nicht. Das Navi geht nicht. Wir erinnern uns auch nicht. Und eine Karte haben wir auch vergessen.“ Da mussten doch Jan-Philipp und Alex tatsächlich die Ersatzstimmen fürs Navi sein und unsere Überfäller – die wie gesagt noch unterwegs sind – über „Fern-Steuerung“ in die Nähe von Ullis Lagerplatz führen. Wir haben uns köstlich amüsiert und hoffen nun allerdings, dass unsere 9er-Gruppe wenigsten zu Fuß den Weg durch den Wald zum befreundeten Lager findet. Unsere Idee, eine Telefon-Konferenzschaltung mit Ulli Schwetasch zu starten, damit sie auch wirklich den Weg finden, fanden wir dann lustiger als Jakob, Julian und Co…
Und morgen erzählen wir, wie der Besuch dort ausgegangen ist…
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Bericht aus Boostedt

Pastor J.P. Strelow , 23.07.2009 00:49
Liebe Daheimgebliebenen,

uns geht es hier sehr gut. In den vergangenen Tagen war es vor und nach dem Regen trocken. Heute ist es nur trocken. Wir bereiten uns auf Wanderungen vor. Wir möchten alle das Lager für mindestens einen Tag verlassen. Die Stimmung ist gut. Alle sind mit Spaß bei der Sache dabei. Am Nachmittag basteln wir und bereiten uns auf den Abend der Begegnung vor.

Wolfgang Mielke
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Bericht der Wilstermarsch

Pastor J.P. Strelow , 23.07.2009 00:49
Wilmastugan – das ist der Name unseres schönen Dorfes Wilstermarsch. Auf dem Zeltplatz tief im Wald haben wir neun Kohten und fünf Jurten aufgebaut. Diese werden von den Siedlern aus Wilmastugan bewohnt. In unserer Siedlung haben wir bereits ein kleines Tor und einen Unterstand für unsere Rohstoffe gebaut, die wir während unseres Siedlerspiels erhalten und dort lagern können. Seit zwei Tagen hat es hier nicht mehr geregnet. Hoffentlich bleibt es so.
Die ersten Rohstoffe gab es im Gottesdienst. In diesem Gottesdienst wurde in Frage gestellt, ob wir wirklich täglich unser Brot erhalten. Aber Gott sorgt für uns und passt auf uns auf. Deshalb gab es bisher auch keine schwerwiegenden Verletzungen. Außer ein paar Brandblasen, Schwielen an den Händen von der schweren Arbeit, leichte Blessuren nach dem Nachtgeländespiel – das war gruselig – und kleineren Schnittverletzungen geht es uns hier sehr gut. Von Krankheiten wurden wir glücklicherweise bisher verschont. Vielleicht liegt es daran, dass wir unsere Abwehrkräfte morgens mit einer kalten Dusche stärken. Die Warmduscher stehen vor allen anderen auf, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit warmes Wasser zu erwischen am Größten. Die Verpflegung durch unsere Küchenfrauen ist sehr gut. Auch Kinder, die eigentlich zu Hause keine Suppe oder Rohkost essen, langen hier tüchtig zu. Jeden Abend lesen oder erzählen unsere Mitarbeiter eine Gute-Nacht-Geschichte. Gestern war David mit einer Gruselgeschichte dran …. Die hat ihrem Namen alle Ehre gemacht.
Ab Donnerstag beginnen unsere Wandertage. Alle Kinder müssen mindestens eine Nacht auf Haijk gehen. Bei einer Wandermesse haben wir viel über das richtige Packen, Ausrüstung, Routen und Verpflegung für unterwegs gelernt. Nun warten wir ganz gespannt, dass es endlich los geht. Auch Kanufahren steht auf unserem Plan. Die Stimmung in unserem Dorf ist sehr fröhlich und höflich. Gestern haben wir sogar getanzt. Also, liebe Daheimgebliebenen, ihr merkt schon, dass es uns hier richtig gut geht – oder?

Wir grüßen euch alle ganz herzlich und lassen bald wieder von uns hören

Mareile, Simon und Silke
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Die Siedler erkunden die Gegend

Pastor J.P. Strelow , 22.07.2009 11:30
Montag, 20. Juli
Das Wetter ist an diesem ersten richtigen Lagertag so richtig durchwachsen. Dunkle Wolken ziehen über den Lagerplatz und werden immer wieder einmal zeigen, was in ihnen steckt. Gelegentlich machen sie sich auch durch ein gewaltiges Grollen bemerkbar, und zu Blitz und Donner gesellt sich der eine oder heftige Wolkenbruch.

Aber die Siedler von Gillastugan lassen sich von diesen wetterbedingten Widrigkeiten (fast) überhaupt nicht beeindrucken. Und es regnet ja auch nicht immer; die meiste Zeit ist es absolut erträglich. Die Mahlzeiten beispielsweise nehmen wir draußen ein; unsere großen alten Russen-Zelte bleiben leer. Unter freiem Himmel auf der grünen Wiese schmeckt es viel besser…

Der Vormittag steht unter dem Motto: Unser Dorf soll schöner werden! Feuerholz-Unterstände, Geschirrbäume, Schuhständer, Gartenzäune (!), Lagertore und allerlei kreative Bauten entstehen bis zum Mittagessen. Nachmittags starten wir ein sehr nettes Erkundungsspiel, das die Pfadfinder in kleinen Gruppen zu allen wichtigen Orten auf dem Platz führt. Dort sind liebevoll vorbereitete Stationen zu finden, die uns ins Lagerthema einführen. Ein fetter Gewitterguss bringt uns zwischenzeitlich alle in Bewegung, und hinterher findet sich das eine oder andere Paar Schuhe und auch manche Juja im holzbeheizten Trockenraum.

Nach dem leckeren Abendessen konnten wir dann in einer schönen Tannenlichtung unseren ersten Gottesdienst feiern. Um eine Lagerfeuerstelle herum saßen wir in im Kreis, und wir hätten theoretisch auch ein Feuer anzünden können. Allein der einsetzende Nieselregen verhinderte allzu viel Romantik. Es wurde ein Gottesdienst unter erschwerten äußeren Bedingungen. Aber die Gedanken über die Selbstverständlichkeit des täglichen Brots im Anspiel und die eindrückliche Pantomime zur Erzählung von der Versorgung der Wüstenwanderer mit Manna nahmen alle in den Bann. Und die genialen Küchenfrauen hatten still und heimlich als Betthupferl einen heißen Kakao vorbereitet.


Dienstag, 21. Juli
Das Wetter an diesem Tag war wunderbar! Morgens schon begrüßte uns ein strahlend blauer Himmel, und so blieb es bis zum späten Abend. Für einige war die Umstellung auf eine Lagerzeit etwas gewöhnungsbedürftig. Da wir in einer eigenen Welt leben, können wir auch eine eigene Zeit einführen. Durch die Zurückstellung um eine Stunde ist es in den hellen schwedischen Nächten ein wenig früher dunkel, und das können wir für unsere Lagerfeuerrunden gut gebrauchen.

Am Vormittag veranstalteten wir eine Wandermesse. Etliche Stationen sorgten dafür, dass wir uns für die anstehenden Wandertage fundiert und gründlich vorbereiten konnten. Rucksackpacken, Verpflegungsausrüstung, Routenplanung, Kanuwanderungen, Kartenlesen, alle diese Dinge wurden von den Wanderern in spe in den Blick genommen.

Nachmittags wurden in den Dörfern die berühmten Chaosspiele veranstaltet oder weiter an Lagerbauten gewerkelt. Die Stimmung auf dem Platz war toll, Sommerlageratmosphäre vom feinsten stellt sich ein. Und zur Krönung feierten wir dann noch bei lauschigem Wetter unseren Abend der Begegnung, an dem die einzelnen Dörfer Leckereien anboten wie Schokofondue, Kirschquark, Herings-Cocktails oder Griesbrei und Griesbrei und Griesbrei…
Es war ein wunderbarer Tag!

PS: Da ein Blitzschlag das schwedische Internet lahmgelegt hatte, kommen die Berichte von Montag und Dienstag leider mit einer kleinen Verspätung in Netz. Sorry, wir sind hier halt in der Wildnis…
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Harrisbüll - alles gut!

Pastor J.P. Strelow , 21.07.2009 19:00
„Alles gut!“, rufen mir Frederick und Claas entgegen. Es ist 7 Uhr morgens und die Sonne scheint. Ja, nach dem Regen gestern tut die Sonne gut. Etwas müde schleiche ich an den beiden vorbei. Auf dem Weg zu den Duschen überlege ich: Ist wirklich alles gut? Die fröhlichen Augen der Frühaufsteher sagen deutlich: Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung. Aber dennoch kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, irgendwie waren sie auch froh, dass ich weiter ging.
Aufgewacht vom warmen Wasser der Dusche komme ich zurück durch unseren imposanten Dorfeingang. Alles heil geblieben heute Nacht. Auch die beiden Türme und die Fahne am ca. 5 m hohen Mast auf unserem Dorfplatz haben die windige, regnerische und frische Nacht gut überstanden. Da haben wir gestern das sonnige Wetter gut genutzt. Einfach klasse, wie alle Kinder gewerkelt haben und mit Feuereifer dabei waren, um unser Dorf mit Lagerbauten zu verschönern. Einfach klasse, wie aus zwei Stämmen hier ein Dorf – Harrisbüll – zusammenwächst. Die tolle gemeinschaftliche Leistung bei den Lagerbauten (die anderen Stämme sind schon ein bisschen neidisch) setze sich bei der Siegerehrung des gestrigen Spiels zur Erkundung unseres tollen Lagerplatzes am Abend fort: Eine Harrisbüller Gruppe errang die höchste Punktzahl. So erhielten wir die ersten Rohstoffe für unser Lagerspiel „Die Siedler von Gillastugan“ nach dem Gottesdienst ausgehändigt. Der inhaltlich dichte Gottesdienst zum Vaterunser war trotz Regen schön. Eine Extraportion heißen Kakao am Lagerfeuer im Zelt ließ uns den nassen Abend schnell vergessen. Warm und müde stiegen wir in die Schlafsäck.
Als ich unseren Dorfeingang hinter mir lasse, merke ich wie unser Dorf erwacht ist. Die beiden Frühaufsteher fachsimpeln immer noch über ihre Erfahrungen der ersten Nacht im selbstgebauten Bett (jetzt weiß ich auch, warum ich nicht erwünscht war). Erste Verbesserungen werden bereits eingearbeitet. Und auch Felix, Leo, Niko, Ole, Jan-Lewe, Mirko und Marvin nutzen die Zeit bis zum Frühstück, um an den beiden Türmen weiterzubauen.
Ja, alles ist gut, und gespannt erwarte ich, was der neue Tag bringen wird.
(Christian Raap)

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Die Siedler sind angekommen

Pastor J.P. Strelow , 20.07.2009 01:10
Gillastugan liegt still und friedlich da an diesem Abend. Der Nebel, der aus den Wiesen steigt, mischt sich gerade mit dem Rauch, der aus vielen vielen Kohten und Jurten nach oben steigt. In den Zelten haben sich die Siedler von Gillastugan um die Lagerfeuer geschart und in ihre Schlafsäcke gewickelt. Wunderbar, die Klamotten werden seit diesem Tag gepökelt, Hemden und Hosen nehmen den Geruch eines Sommerlagers an.

Heute sind fünf Reisebusse mit über 250 Pfadis in Schweden angekommen. Bestens betreut und sehr fürsorglich wurden wir wieder einmal von der Firma Nissen aus Nordballig in unser Sommerlager kutschiert; die Fahrer trugen selbstverständlich REGP-T-Shirts.

Das Lager ist seit dem späten Nachmittag komplett, die Kinder sind da und verändern durch ihre Gegenwart die gesamte Atmosphäre des schönen schwedischen Fleckchens. Hörte man bis zum Mittagessen noch Beile und Hämmer und werkelnde und rufende Vorkommando-Leute, so legte sich inzwischen ein fröhliches Murmeln und Lachen über den gesamten Platz. Am Abend hörte man aus den einzelnen Dörfern teils wildes, teils andächtiges Singen, manchmal schien es wie ein erster Singewettstreit zu sein, mit dem sich die Stämme ihr Terrain zumindest akustisch zu erobern versuchten.

Als die Kinder ankamen, wurden sie von ihren Zeltmammis und – pappis freundlich begrüßt und zu den Zelt-Dörfern geleitet; erste Erkundungsspaziergänge wurden unternommen, eine gemeinsame leckere Mahlzeit mit 330 Leuten geprobt – was gut gelang.

Gemeinsame Lagerfeuerrunden fanden statt, Abendandachten wurden gehalten, und als allmählich die Dämmerung über Gillastugan niederging, wurden an allen Ecken und Enden die Petroleumlampen entzündet, die die Wege beleuchteten. Na ja, und der heraufsteigende Nebel, der sich nun mit dem Rauch der Lagerfeuer verbündete, ließ diesen schönen ersten gemeinsamen Tag unseres Großlagers sehr stilsicher und mit einem gehörigen Hauch von fast schon kitschiger Romantik enden.

Wir haben es gut gehabt an diesem Tag, als die Siedler ankamen in Gillastugan.
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Die Siedlung ist gegründet

Pastor J.P. Strelow , 19.07.2009 01:09
Viele Fahrtenfamilien des REGP sind in diesem Sommer wieder unterwegs, um in der Sommerfrische fern von zu Hause Abenteuer und Gemeinschaft unter Gottes Segen zu erleben.

Eine dieser Familien, die schon seit Jahren gemeinsam mittelgroße Lager durchführt, ist am Donnerstag aufgebrochen zum Lagerplatz Gillastugan (www.gillastugan.dk) in Südschwedens Schonen (Skåne). Der Lagerplatz liegt ca. 3 km westlich der Ortschaft Röstånga und unmittelbar an der Grenze des Söderåsen Nationalparks, einem ausgedehnten Waldgebiet mit tiefen Schluchten und eiszeitlichen Seen, das aufgrund der zerklüfteten Landschaft seinen Urwaldcharakter behalten konnte. Der Lagerplatz selber wird von dänischen Pfadfindern verwaltet, die den alten Resthof von Gillastugan zu einem ausgesprochen attraktiven Pfadfinder-lager mit einfachen, aber guten sanitären Einrichtungen ausgebaut haben.

Das Sommerlager in Schweden gestalten wir als ein gemeinsames Lager von etwa 330 Pfadfindern aus den Kirchengemeinden der Region Angeln-Süd, Ascheberg, Boostedt, Harrislee, Schobüll, Sterup und der Wilstermarsch.

In diesem Jahr werden wir das Lager so gestalten, dass wir die Vorzüge der schwedischen Natur und insbesondere der Nähe zum Nationalpark ausnutzen wollen. Entsprechend sind kleine und größere Wanderungen durch die umliegenden Wälder des Söderåsen Nationalpark in der Planung. Außerdem gibt es Kanutouren auf der nahe gelegenen Rönneå. Die älteren Pfadfinder werde zudem die Möglichkeit haben, für drei Tage und Nächte per Kanu oder zu Fuß das Lager in kleinen Gruppen zu verlassen. Während einer Erkundungsfahrt Ende April haben wir bereits Kanu und Wanderrouten sowie Übernachtungsplätze erkundet.

In den Gottesdiensten, die noch zu Hause in allen Kirchengemeinden identisch gefeiert wurden, haben wir uns an Gottes Begleitung auf allen Lebenswegen erinnert. Deshalb sind wir getrost und unverzagt (Jos 1,6) nach Schweden aufgebrochen. Als Siedler von Gillastugan werden wir hoffentlich in diesen Tagen erleben, dass wir alles, was wir zum Leben brauchen, von Gott bekommen.

Die 57 Leute vom Vorkommando, die inzwischen in Gillastugan angekommen sind und das Lager in eineinhalb Tagen aufgebaut haben, sind am Abend vor der Ankunft der Kinder sehr zufrieden. Die Zelte stehen, die Lagerplätze sind gestaltet, die Zentrale ist gebaut, das Wetter hat gehalten, der Regen hat uns verschont, obwohl es in der Umgebung teilweise starke Niederschläge gab, Wildschweine haben uns nicht heimgesucht, die Motivation im Aufbauteam war wunderbar, und das typische Flint-Steak heute abend haben sich alle redlich verdient.

Es geht uns gut am Samstagabend, wir warten gespannt auf die Kinder und sind getrost und unverzagt und freuen uns auf 13 gemeinsame Tage: Siedeln in Gillastugan unter Gottes Segen.
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